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Nachricht vom 04.06.2016    

Felix Köllejan komplettiert Bären-Torhüterduo

Fünf Gegentore. Und noch nicht einmal zehn Minuten sind gespielt. Das hier wird nicht mehr der Abend der Bären. Das steht schon früh fest. Nur einer ist noch zuversichtlich. „Ich dachte komm, vielleicht packen wir das noch.“ Dieser Abend Anfang März in der Duisburger Scania Arena beschreibt wie kein zweites Erlebnis in der abgelaufenen Saison den Charakter von Felix Köllejan.

Felix Köllejan. Fotos: Reinhard Eis

Neuwied. 0:5. 9:36 Minuten gespielt. Craig Streu gibt das Handzeichen. Köllejan muss zwischen die Pfosten. „Falsch, ich durfte“, sagt der 19-Jährige, der am morgigen Sonntag seinen 20. Geburtstag feiert. Damals noch mit einer Förderlizenz der Kölner Junghaie ausgestattet, wechselt der Rheinländer jetzt fest zum EHC Neuwied und komplettiert mit Björn Linda das Torhüter-Duo bei den Bären. Das Spiel in Duisburg ging übrigens nach kurzer Aufholjagd zum 3:5 noch mit 4:13 verloren. Es war das bisher einzige Spiel des Kölners für den EHC.

„Der Hauptgrund, warum ich mich für Neuwied entschieden habe, ist dieses wunderbare Team“, sagt der Torhüter, der seit 2008 im Nachwuchs der Kölner Haie gespielt hat. „Ich kannte die Oberliga ja schon von anderen Vereinen“, sagt Köllejan, der einst auch eine Förderlizenz für Duisburg hatte. „Aber das Gefühl in Neuwied war vom ersten Moment an ein ganz anderes.“ Bereits in der Vorbereitung in Diez stand Köllejan für einzelne Trainingseinheiten auf dem Eis. „Ich kam dazu und es war sofort so, als würde ich schon ewig mit dieser Mannschaft trainieren. Jeder war nett, hat mit dir geredet, ist auf dich zugegangen. Das kannte ich so nicht. Und auch, als ich danach für zwei Monate gar nicht in Neuwied war und dann zurückkam habe ich mich sofort als ein Teil dieses Teams gefühlt. Es war, als wäre ich nie weggewesen.“

Die Priorität in der abgelaufenen Saison lag für Köllejan und die Junghaie dennoch auf der DNL. 23 Mal stand er für die Domstädter zwischen den Pfosten, dazu auch einmal beim Finalturnier in Berlin. Im Kader der Neuwieder stand er insgesamt elf Mal – in zehn Saisonspielen und einmal in den Play-offs.

„Auch wenn ich mich damals schon als volles Teammitglied gefühlt habe, so war ich dennoch ein Förderlizenzspieler. Ich freue mich sehr darauf, ab sofort zu 1000 Prozent zum Team dazuzugehören. Egal ob im Training oder bei den Spielen.“ Köllejan freut sich zudem auf den sportlichen Wettkampf mit Björn Linda. „Einer der besten wenn nicht der beste Keeper der Oberliga. Er kann mir sicherlich in vielen Punkten helfen und Tipps geben.“



„Felix ist nicht nur ein super Charakter für das Team, er hat auch die sportlichen Fähigkeiten, eines Tages ein ´Starting Goalie´zu sein“, sagt EHC-Trainer Craig Streu. „Er hat einen eigenen Stil und gibt nie einen Puck verloren. Ich erinnere mich noch sehr genau an seine ersten Minuten, die er für uns in Duisburg gespielt hat. Er hat in diesem Spiel am Ende viele Gegentore kassiert, aber auch eine Menge Erfahrung daraus gezogen. Seine Haltung ist klasse. Es wird ein großer Schritt sein für ihn von der DNL in die Oberliga, aber ich weiß, dass er bereit ist für diese Herausforderung. Björn Linda ist zudem ein Glücksgriff für Felix. Er wird ihm viel von seinem Wissen und seiner Erfahrung weitergeben. Aber am Ende wird es der Job von Felix sein, für uns zwischen den Pfosten zu stehen und Pucks zu halten. Er ist für uns die perfekte Besetzung. Ein vertrauenswürdiger Goalie hinter Linda, dem besten Keeper der Liga.“ Felix Köllejan ist bereits der 16. Spieler, der für die kommende Saison fest im Kader des EHC steht.

„Felix ist der Torhüter, der in der nächsten Saison endlich die Lücke von Kiian Aaltonen schließen wird“, sagt Teammanager Carsten Billigmann. „Ein junger und vor allem hungriger Back-up-Torhüter, der Björn Linda zum einen entlasten soll, zum anderen natürlich auch etwas Druck aufbauen wird. Wir wollen, dass sich Felix bei uns weiterentwickelt und auch Spielpraxis bekommt. Für uns war entscheidend, diese Position so besetzen zu können, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, Björn die nötigen Pausen zu geben.“


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