Werbung

Nachricht vom 18.11.2016    

Westerwaldkreis verhängt teilweise Stallpflicht für Geflügel

Nach der Feststellung des gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N8 bei einer toten Ente im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg hat der Westerwaldkreis umgehend eine Stallpflicht für bestimmte Risikogebiete angeordnet.

Bei zwei Waldschnepfen, die in Oberhaid und Steinebach an der Wied tot aufgefunden wurden, kann der Kreis inzwischen Entwarnung geben. Die Laboruntersuchung auf das Virus der Aviären Influenza (Vogelgrippe) verlief negativ. Foto: Kreisverwaltung

Montabaur. Zu den Risikogebieten gehören insgesamt 14 Gemeinden im Umfeld der Westerwälder Seenplatte, des Wiesensees und der Krombachtalsperre, da in der Nähe von Wasservogelrast- und -sammelplätzen von einem erhöhten Einschleppungsrisiko durch direkte und indirekte Kontakte zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel auszugehen ist. Betroffen sind die Gemeinden Dreifelden, Freilingen, Hartenfels, Hergenroth, Linden, Pottum, Rehe, Seck, Stahlhofen a.W., Steinebach a.d.W., Steinen, Westerburg, Winnen und Wölferlingen, in denen insgesamt rund 1.000 Stück Geflügel in 74 Beständen gehalten werden.

Die Halter von Geflügel aller Art in diesen Gemeinden sind ab sofort verpflichtet, ihre Tiere in geschlossenen Ställen unterzubringen beziehungsweise die Ausläufe durch Planen nach oben und engmaschige Zäune nach der Seite so zu gestalten, dass ein Eintrag von Vogelkot sowie ein Eindringen von Wildvögeln sicher verhindert wird. Dr. Ralf Conrath, Tierseuchenreferent des Westerwaldkreises: „Im Sinne eines risikoorientierten, abgestuften Vorgehens ist dies möglicherweise nur ein erster Schritt. Sofern es weitere Virusnachweise, insbesondere in der näheren Umgebung des Westerwaldkreises oder im Kreisgebiet selbst gibt, wird man an einer generellen Stallpflicht nicht vorbeikommen.“



Sämtliche Geflügelhalter im Kreisgebiet werden jetzt schon aufgefordert, nur in unabdingbaren Ausnahmefällen betriebsfremde Personen in die Ställe oder Ausläufe zu lassen und sich selbst strenge Biosicherheitsmaßnahmen aufzuerlegen. Hierzu gehört der Schutz von Tränkwasser, Futter, Einstreu und Gerätschaften vor Wildvogelkot sowie das Tragen separater Kleidung, insbesondere Stiefel, beim Betreten der Geflügelbereiche. Bei gehäuften Todesfällen und Krankheitsanzeichen wie Teilnahmslosigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Atemnot, Augenausfluss oder Durchfall ist umgehend ein Tierarzt einzuschalten. Dieser zeigt den Seuchenverdacht, sofern er ihn nicht ausschließen kann, beim Veterinäramt an.

Tot aufgefundene Wasservögel und Greifvögel sollten umgehend der Kreisverwaltung zwecks Untersuchung gemeldet werden, sonstige Vögel nur bei Mehrfachfunden. Das Veterinäramt ist unter der Telefon-Nummer 02602 124 586, am Wochenende über die zuständigen Polizeidienststellen zu erreichen.


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Schock auf dem Brüse-Hof: Schafe durch Wolfsriss in Selters getötet

Hannah Becker ist eine von vielen Hobbyzüchterinnen einer Schafsherde im Westerwald. Sie hatte die Debatte ...

Weitere Artikel


Malu Dreyer würdigt musikalische Leistungen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat die Preisträger und Preisträgerinnen der rheinland-pfälzischen Laienmusikwettbewerbe ...

Flyer zum Themenweg Grenzau erschienen

Die Interessengemeinschaft (IG) Grenzau hat im Frühjahr dieses Jahres einen Themenweg für Wanderer, Touristen ...

CDU-Kreistagsfraktion fordert Sonderprogramm

Die Schulen in Kreisträgerschaft müssen fit für die digitale Bildung sein und die notwendige Ausstattung ...

Crowdfunding bringt die Schule in den Zirkus

2017 steht an der Grundschule Hof ein einwöchiges Zirkusprojekt an. Um dies zu realisieren, braucht es ...

Dreiste Ladendiebe prellen und beklauen Taxifahrer

Am Donnerstag, den 17. November, um 13:39 Uhr, kam es in der Filiale eines Drogeriemarktes in Wallmerod ...

Hachenburg will keine rechte Szene

Am Donnerstagabend, den 17. November kam es ab 18 Uhr zu Demonstrationen in Hachenburg. Die Partei der ...

Werbung