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Nachricht vom 09.01.2017    

Neujahrsempfang im Buchfinkenland mit ehrenamtlich Aktiven

Im Buchfinkenland ganz im Süden des Westerwaldes endet das Jahr traditionell mit der Fackelsternwanderung an Silvester. Und das neue Jahr wird seit einigen Jahren mit dem Neujahrsempfang im Ignatius-Lötschert-Haus begrüßt. Diesmal stand dieser unter dem Thema „Geben ist seliger denn nehmen“. Dazu hatte das Altenheim gemeinsam mit dem Förderverein der Pflegeeinrichtung eingeladen. Und viele „Buchfinken“ und Gäste aus anderen Orten waren gekommen.

Alle Mitwirkenden freuten sich über einen wieder einmal thematisch, lukullisch und gesellig gelungenen Neujahrsempfang im Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach. Foto: privat

Buchfinkenland/Horbach. In dem festlich gestalteten Gesellschaftsraum mit einem tollen Blick in die reizvolle Winterlandschaft, begrüßte der Generalobere der Barmherzigen Brüder zu Montabaur, Bruder Michael, die erwartungsvollen Gäste. „Nüchtern betrachtet, ist besoffen besser!“, eröffnete Uli Schmidt als Vorsitzender des Fördervereins und Moderator des Abends seine Neujahrsansprache. Er spielte damit auf die derzeit unruhigen und angstbesetzten Zeiten an.

Der Moderator beschrieb dann die Beweggründe, die dazu geführt hatten, das uralte Bibelwort „Geben ist seliger denn nehmen“ zum Thema des Neujahrsempfanges zu machen. Der Zusammenhang von Glück und Geben beziehungsweise Spenden sei wissenschaftlich belegt und die „Sozialpflichtigkeit“ des Eigentums bereits durch das Grundgesetz vorgegeben. Insbesondere das Geben in Form vielfachen ehrenamtlichen Engagements spare unserer Gesellschaft Milliarden an Gesundheitskosten.

Wie wichtig das Thema des Abends, also das Geben, für unsere heutige Ellenbogen-Gesellschaft ist, wurde durch vier Kurzstatements von erfahrenen Ehrenamtlichen aus den gesellschaftlichen Bereichen Naturschutz, Soziales, Kultur und Sport eindrucksvoll dargestellt. Den Anfang machte Roger Best als einer der Vorsitzenden des Nabu Montabaur und Umgebung. „Alle unserer aktiven Mitglieder sind glücklich, wenn sie was für die Natur und damit für Mensch und Tier im Westerwald geben können“, so der engagierte Naturschützer. Mit den Angeboten sollten nicht zuletzt auch Familien und Kinder angesprochen werden.

Über das vielfache Geben in der Ausgabestelle Montabaur berichtete Ingrid Hofmann vom Förderverein Westerwaldkreis-Tafel Montabaur/Wirges. Dort seien für Bedürftige immer Sach-, Geld- und Zeitspenden willkommen. „Jede und jeder von unseren 130 Helfenden gibt was er kann, was dann unter anderem Lebensmittel und familiäre Hilfen für über 400 Kinder bedeutet“, so Hofmann.

Seit 20 Jahren ist Theo Ferdinand Vorsitzender des unter anderem für seine beispielhafte musikalische Jugendarbeit bekannten Musikvereins Holler. „Wir können den Eltern natürlich nicht die Erziehung abnehmen, aber dem Nachwuchs doch Werte wie Fleiß und Zuverlässigkeit mit auf den weiteren Lebensweg geben“, so der erfolgreiche Vereinsmanager. Dem aufbauenden Konzept von der musikalischen Früherziehung bis zum Jugendorchester sowie der hochwertigen Arbeit der Instrumentalausbilder und Dirigenten sei es zu verdanken, dass der Verein derzeit über 100 Kinder und Jugendliche in Ausbildung habe.



Hartmut Simon war als Ressortleiter für Breiten- und Rehasport vom FC Mündersbach ins Buchfinkenland gekommen. „Unser Verein war als reiner Fußballverein nicht überlebensfähig, weshalb wir ihn breiter aufgestellt haben“, so der Gast aus dem oberen Kreisteil. So hätten an etwa 30 Kursen bis zu 1.000 Leute teilgenommen. Besonders viel könne man auch den 137 älteren und oft behinderten Teilnehmern der Reha-Sportangebote an Lebensqualität geben, stellte Simon erfreut fest. Besonderes Interesse der Zuhörenden fanden die geschilderten Aktivitäten für die Flüchtlinge.

Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfanges sorgten fünf Sänger des „Projektchor der Aktiven Klangkörper Horbach“. Unter Leitung von Volker Diel waren in den ersten beiden Blöcken Weihnachts- und Volkslieder zu hören. Im abschließenden dritten Teil sorgten die Männer aus dem MGV Cäcilia Horbach dann mit dem „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal und dem fetzigen „Augustin-Rap“ von Lorenz Maierhofer für Begeisterung.

Mit einem Hinweis auf die Mitgliederversammlung des Fördervereines am 18. Februar um 15 Uhr und einem Dank an alle Mitwirkenden – die viel gegeben und nix genommen hatten – leitete der Moderator dann den Höhepunkt des Abends ein: die heiße Schlacht am kalten Büfett. Allen Mitwirkenden und Gästen schmeckte, was die Küche des Hauses an schmackhaften Kleinigkeiten bereitgestellt hatte. „Das ist ja fast zu schade zum Essen“ meinte eine von ihnen.



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