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Nachricht vom 01.02.2017    

Wirtschaft weiter im Boom – Risiken steigen

Die aktuelle Konjunkturumfrage im Winter zeigt: Die große Mehrheit der Unternehmen ist mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden und blickt optimistisch auf die kommenden 12 Monate. Allerdings gibt es zugleich Zeichen für eine mögliche konjunkturelle Abkühlung. Deshalb appelliert IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel an die Landespolitik.

Logo: Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz

Region. Die Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz zeigt sich weiterhin robust. In der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zum Winter 2016/2017 beurteilen 90 Prozent der befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“, und 89 Prozent schätzen ihre Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate optimistisch ein. Damit bleiben die Werte nahezu unverändert positiv auf dem Niveau der Vorumfrage zum Herbst 2016.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die Lagebeurteilung und die Erwartungen der Unternehmen zusammenfasst, steigt von zuletzt 123 auf nun 124 Punkte minimal an. „Erfreulich ist, dass die Beschäftigungsabsichten der Unternehmen weiter zulegen“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel fest. Passend dazu befindet sich die Beschäftigung im IHK-Bezirk Koblenz auf Rekordniveau. „Bleiben die Fachkräfteengpässe in der Region moderat, kann die weiter steigende Kaufkraft zusätzlich Konjunkturimpulse liefern.“

Trotz dieses positiven Umfeldes sinken die Investitionsabsichten der Unternehmen insgesamt allerdings leicht. Davon bleiben auch die Investitionsgüterproduzenten nicht unberührt, deren Geschäftserwartungen in der aktuellen Umfrage einen Dämpfer erhalten haben.



Auch aus diesem Grund, so Rössel, dürfe die aktuell stabile wirtschaftliche Lage nicht als selbstverständlich hingenommen werden. „Wir sehen deutliche Anzeichen für eine abnehmende Widerstandsfähigkeit der Konjunktur gegen äußere Einflüsse“, so Arne Rössel. „Gerade jetzt muss die Politik der Wirtschaft daher Planungssicherheit und damit Vertrauen für die Zukunft geben. Die Landespolitik kann hierfür ihren Beitrag leisten, indem sie die Verbesserung der Standortbedingungen zielgerichtet angeht und über den Bundesrat unnötige Belastungen auf Bundesebene verhindert.“

Robert Lippmann, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Koblenz, ergänzt: „Die rückläufigen Geschäftserwartungen in der Industrie, insbesondere im Investitionsgüterbereich, sollten uns zu denken geben – diese Entwicklung könnte ein erstes Signal für eine schon länger erwartete konjunkturelle Abkühlung sein.“


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