Werbung

Nachricht vom 29.06.2017    

Wissensmanagement: Wie macht man Wissen „haltbar“?

Wissen, Erfahrungswerte, Ideen und unternehmensspezifische Kenntnisse sind wichtige Bausteine für den Erfolg eines Unternehmens. Von reibungslosen Prozessabläufen über technische Produktdetails bis zur hervorragenden Kundenzufriedenheit – hinter all diesen Punkten stehen Mitarbeiter, die ihr individuelles Wissen einbringen.

Montabaur. Die Fragestellung, wie Unternehmen dafür sorgen können, dass diese Informationen nicht verloren gehen wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter in den Ruhestand geht oder das Unternehmen an die nächste Generation übergeben wird, stand am vergangenen Mittwoch im Fokus der Veranstaltung „Wissensmanagement – Arbeitskraft geht, das Wissen auch?“ in Hachenburg, zur der die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (WFG) gemeinsam mit der IHK-Regionalgeschäftsstelle Montabaur und der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald eingeladen hatte.

„Das Thema betrifft alle Branchen und Unternehmensgrößen, daher freuen wir uns über eine bunte Mischung im Publikum“, sind sich die Veranstalter einig. Der Grund dieses Thema bereits zum zweiten Mal aufzugreifen, erklären sie wie folgt: „Wissen ist ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil, daher ist uns daran gelegen, den Betrieben in unserer Region Wege aufzuzeigen, um relevantes Wissen langfristig im Unternehmen zu halten.“

Die Ausführungen dazu startete Professor Siegfried Schreuder, Leiter des Kompetenzzentrums für Wissensmanagement an der Hochschule Koblenz, der deutlich machte, dass keine Patentlösungen existieren, da betriebsindividuelle Bereiche wie Organisationsstruktur, Spezialisierungsgrad oder Personalplanung eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielen. Wie auch bei anderen Herausforderungen, können gute Beispiele aber hilfreich sein um Lösungen für die eigene Situation zu finden.

Eines dieser Beispiele stelle Stefan Maschel, Leiter der Personalabteilung bei der Vecoplan AG in Bad Marienberg vor. Für ihn ist eine der wichtigsten Grundlagen eine gemeinsame Kommunikationsebene zu finden und alle Seiten mit einzubeziehen. „Der kritische Faktor ist der Mensch. Ob ein Vorhaben wie der Wissenstransfer von einem Kopf in den anderen gelingt oder nicht, hängt immer von den handelnden Personen ab“, weiß er aus eigener Erfahrung.



Das trifft auch auf den Fall eines Generationenwechsels im Unternehmen zu, egal ob auf Mitarbeiter- oder Führungsebene. Das zeigte der Erfahrungsbericht von Markus Hoffarth-Righetti von der Kanzlei Hoffarth & Partner in Niederahr. Entscheidend für ihn ist nicht primär das fachliche, faktische Wissen sondern die Berücksichtigung der Beziehungsebenen, also die soziale Funktion des Mitarbeiters im Betrieb. „Sie alle haben Meinungsführer, „Kummerkästen“, Bedenkenträger und Vermittler zwischen Hierarchieebnen in ihrem Betrieb und die sollten Sie kennen.“

Zusammenfassend lässt sich festhalten:
- Wissensmanagement‐Vorhaben sind „Chefsache“, brauchen Zeit und Fingerspitzengefühl
- Sie sollten sich auf relevantes Wissen für das Unternehmen beziehen (aus der
Vergangenheit, aus der Gegenwart und für die Zukunft)
- Wissensquellen/‐geber sind interne und externe Teilnehmer (Mitarbeiter, Kunden,
Lieferanten,...)
- Wissenserwerb ist dynamisch und vernetzt organisiert
- Neue Kommunikationstechnologien unterstützen die einfache Mitwirkung
(PM Katharina Schlag)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


"Life-Balance-Day": Gesundheits- und Wellnessmesse in Kleinmaischeid

Die vielen Facetten der Begriffe Gesundheit und Wellness präsentierte der Gewerbeverein "VG-Aktiv Dierdorf" ...

Sparkasse Westerwald-Sieg fördert Schulen und Vereine mit fast 50.000 Euro

Das war knapp, um Haaresbreite hat die Sparkasse Westerwald-Sieg (SKWWS) die Schallmauer von 50.000 Euro ...

Unternehmer mit Migrationshintergrund stärken die Wirtschaft im Westerwald

Der SPD-Ortsverein Ahrbach-Stelzenbach widmet sich den Beiträgen von Unternehmern mit Migrationshintergrund ...

Geisweider Flohmarkt: Ein Paradies für Schatzsucher

Am Samstag, 5. April, öffnet der Geisweider Flohmarkt erneut seine Pforten und lädt Schnäppchenjäger ...

Wasserstoffnetz im nördlichen Rheinland-Pfalz nimmt Gestalt an

Die Energienetze Mittelrhein arbeiten intensiv an der Wasserstoffversorgung für die Industrie in der ...

Frustkiller-Freitag: Führungskräfte entdecken neue Impulse

In Montabaur bietet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH (wfg) ein innovatives Format ...

Weitere Artikel


Junge Leute können den Pflegeberuf kennenlernen

Die Wahl des Berufs ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Wie gut, dass es Berufe gibt, in ...

Motorroller geklaut und Radmuttern an PKW gelöst

Die Polizei sucht Zeugen zu zwei Delikten: In Westerburg wurde nachts ein Motorroller gestohlen. In Willmenrod ...

Floßfahrt auf der Lahn mit dem Freundeskreis Westerwald

Wie, das wollt Ihr planen? Ihr trinkt doch gar keinen Alkohol mehr? Das war die erste Resonanz von Außenstehenden, ...

Dieseldiebstahl aus abgestellten Omnibussen

Die Polizei sucht Zeugenaussagen zu einem nächtlichen Dieseldiebstahl aus vier Bussen eines Busunternehmens ...

Umweltgerechtes Handeln fördern

Wie kann eine Kirchengemeinde etwas für den Erhalt der Umwelt tun? Mit diesem Thema beschäftigten sich ...

Perspektiven für die Kulturlandschaft „Westerwälder Seenplatte“

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD Nord) informierte in ihrer Aufgabe als Bündelungsbehörde ...

Werbung