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Nachricht vom 09.11.2017    

Brennerei Weyand holte im Qualitätswettbewerb fünfmal Gold

Eine der ältesten Schnapsbrennereien aus dem Westerwald stellte sich in Hessen einem Qualitätswettbewerb und holte für alle der fünf eingereichten unterschiedlichen Proben jeweils eine goldene Medaille. Entsprechend groß war die Freude der erfolgsgewohnten Destillateure aus Unnau.

Foto: Reinhard Panthel

Unnau. Es war nicht die erste Auszeichnung mit der sich die Traditions-Schapsbrennerei aus Unnau auf der Erfolgsspur bewegt. Aber über diese Auszeichnung des Vereins „Qualität aus dem Nassauer Land e.V.“ hieß es sich gegen die Mitbewerber von 81 eingereichten Bewerbern durchzusetzen. Mit allen fünf eingereichten Proben edler Brände und Liköre haben sich die Weyands gegen starke Konkurrenz durchgesetzt und in allen Disziplinen eine goldene Plakette erringen können. Schirmherr Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, überreichten die begehrten Urkunden.

Seit 2007 bietet der Verein „Qualität aus dem Nassauer Land“ diesen Wettbewerb an. Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützen diese Bemühungen. „Olympisch gehe es zu“, merkte Landrat Frank Puchtler an, als er den erfolgreichen Teilnehmern die Urkunden überreichte. Die Brennerei Weyand aus Unnau konnte demzufolge bei ihrer ersten Teilnahme für alle fünf eingereichten Proben die begehrte goldene Prämierung und zugleich einen Gruppensieg erringen.

Die Stoffbesitzer und Brenner leisten damit – so die Zielsetzung des Vereins – einen Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft und wichtigen ökologisch wertvollen Beitrag zur Pflege der Streuobstwiesen und Landschaftspflege. Der regionalen Verarbeitung von verschiedene Rohstoffen und Obst der heimischen Landschaft komme dabei besondere Wertschätzung zu. Die Bewertung durch eine fachkundige Jury erfolgte nach einem 100-Punkte-System, wobei mindestens 70 Punkte erreicht werden mussten.

Schoko-Likör, Himbeer-Likör, Westerwälder Kümmel, Edler Kräuterbitter und Gordon-Dry Gin (handcrafted) schickten die Weyands ins Rennen und überzeugten die Jury. Das sind keine neuen, sondern eher modifizierte Rezepturen, die für die Qualitätsbrände verwendet werden. Denn die Unnauer Brennerei Weyand besteht schon in der achten Generation. Derzeit sind Jochen Weyand und seine Frau Nadja für die Firmenphilosophie zuständig und der 20-jährige Sohn Marc ist als Destillateur inzwischen auch eingestiegen. Darin sind sich die erfolgreichen Schnapsbrenner einig, dass nur nach den Prinzipien handwerklicher Brennereien gearbeitet und dabei auf Massenproduktion verzichtet wird. „Tradition, die man schmecken kann“, heißt der Leitspruch der Meister ihres Fachs. Mit dieser Erfahrung haben die Weyands schon über viele Generationen ihren Erfolg begründet.



Im Raum Unnau gab es schon früher viele Schnapsbrennereien. Wenn die Angaben aus einer Chronik stimmen, sollen es im Raum dieser Region nach dem Kriegsende etwa 27 Brennereien gewesen sein. Heute gibt es in Unnau zwei und in Nistertal einen bedeutenden Mitbewerber auf dem heiß umkämpften Markt.

Tradition verpflichtet: Gin aus der Brennerei Weyand gibt es schon seit 1870, Kümmel, Korn, Wacholder und Bärenfang waren beliebte Sorten. Und wenn man sich daran erinnert, dass es schon 1890 in Unnau einen Türkischen Mokka gab, den es heute noch in modifizierter Form zum Genießen gibt, dann kann man die Vielfalt und den Ideenreichtum der Schnapsbrennerfamilie Weyand erkennen. 1920 hieß ein Renner „Glühwürmchen-Schnaps“. repa



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