Werbung

Nachricht vom 21.03.2018    

SPD-Kreistagsfraktion: Gutes Straßennetz ist lebensnotwendig

Die SPD-Kreistagsfraktion meldet sich im Nachgang zur jüngsten Kreistagssitzung mit einer Pressemitteilung zu Wort. Es geht um die Kreisstraßen. Sie erinnert unter anderem an einen gemeinsamen Antrag der Kreistagsfraktionen aus dem Jahr 2016, wonach die Verwaltung beauftragt wurde, die Kreisstraßen im Westerwaldkreis nach Zustand, Verkehrsbelastung und strategischer Bedeutung zu erfassen und unter Berücksichtigung der entsprechenden Gremien eine Prioritätenliste für die Umsetzung zu erstellen.

SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Gabriele Greis unterstreicht die Bedeutung intakter Straßen für den ländlichen Raum. (Foto: SPD-Kreistagsfraktion)

Kreisgebiet. Straßen als Lebensadern des Kreises spielen in der Kreispolitik eine große Rolle. Die Erhaltung und der sachgerechte Ausbau von Straßen sind für die SPD-Fraktion im Kreistag für einen lebenswerten Westerwaldkreis von hoher Bedeutung. Die Vorsitzende der SPD-Faktion im Westerwälder Kreistag, Gabriele Greis, fand daher in ihrer Rede in der jüngsten Kreistagssitzung deutliche Worte für die gegenwärtige Situation. „Kreisweit sind in einigen Fällen bereits geplante Kreisstraßenausbauten gefährdet. Die vom Rechnungshof aktuell angestoßene Praxis würde bedeuten, dass eine Abstufung zur Gemeindestraße erfolgen würde, sofern die Gemeinde über mindestens eine weitere Verbindungsstraße an das überörtliche Straßennetz angeschlossen sei“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Westerwälder SPD-Kreistagsfraktion.

Die entsprechende Landesstraßengesetzgebung aus der Feder einer damaligen CDU–Regierung stamme noch aus den siebziger Jahren und sei bislang in dieser Konsequenz nicht angewendet worden. Hintergrund ist, dass das Land über eines der dichtesten Straßennetze in Deutschland verfügt und somit auch die Notwendigkeit aus Sicht des Steuerzahlers besteht, das Netz regelmäßig auf Einsparpotenziale zu überprüfen – allerdings dürfe dies nicht zu einem Funktionsverlust führen, so Greis.

Dem Rechnungshof einen Vorwurf zu machen, dass dieser auf eine Einhaltung geltenden Rechts dränge, sei abwegig. Vielmehr ist die Landesregierung aufgefordert, dass nicht mehr in die heutige Zeit passende Gesetz zu Gunsten des ländlichen Raumes zu novellieren. Insoweit unterstützt die SPD die Forderungen der kommunalen Spitzenverbände, in die Gesetzesvorlage eine Öffnungsklausel aufzunehmen, so Greis weiter. „Damit wäre es möglich, dass die Sicherung der Verkehrsinfrastruktur und damit Gründe des Gemeinwohles für die Beurteilung eines begründeten Einzelfalles als maßgebliche Kriterien herangezogen werden können. Den besonderen Gegebenheiten in unserer Region könnte damit Rechnung getragen werden.“



Die zur Zeit beabsichtigte Gesetzesänderung aus dem FDP-Ministerium bringe zwar für Ortsteile Verbesserungen und sei ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings reiche diese Novellierung alleine nicht aus, um dem ländlichen Raum seine Funktionsfähigkeit zu erhalten. Hier sieht die SPD den Landesgesetzgeber gefordert.

Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion bereits am 26. September einen Antrag formuliert, in dem die Verwaltung darum gebeten wurde, alle Kreisstraßen im Westerwaldkreis nach Zustand, Verkehrsbelastung und strategischer Bedeutung zu erfassen und unter Berücksichtigung der entsprechenden Gremien eine Prioritätenliste für die Umsetzung zu erstellen. Hieraus wurde in Abstimmung mit den übrigen Fraktionen in der Kreistagssitzung am 6. Oktober 2016 dann sogar ein gemeinsamer Antrag. Da bislang noch kein Ergebnis seitens der Verwaltung vorgelegt worden ist, bat Greis darum, diesen Antrag möglichst zeitnah zu bearbeiten, um eine fundierte Handlungsgrundlage für das weitere Vorgehen zu erhalten. (PM)


Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Bürgersprechstunde mit Dr. Tanja Machalet in Hachenburg

Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet lädt Bürger am 10. April zu einer Bürgersprechstunde ...

Rheinland-Pfalz enthält sich bei Milliarden-Finanzpaket im Bundesrat

In einer entscheidenden Abstimmung im Bundesrat über das umfangreiche Finanzpaket mit Milliardenkrediten ...

Hachenburgs Innenstadt im Wandel - Bürgerbeteiligung als Schlüssel

In Hachenburg schreitet die Entwicklung der Innenstadt zügig voran. Die Stadt setzt auf eine enge Zusammenarbeit ...

Florian Pernak als Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz

Florian Pernak, der Vorsitzende der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz, wurde als Spitzenkandidat für die ...

Arnshöfen erhält 100.000 Euro für klimafreundliches Dorfgemeinschaftshaus

Die Ortsgemeinde Arnshöfen freut sich über eine Förderung von 100.000 Euro zur energetischen Sanierung ...

Stefan Thoma wird neuer bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion

In Rheinland-Pfalz gibt es eine personelle Veränderung im Landtag. Stefan Thoma übernimmt eine bedeutende ...

Weitere Artikel


„Ruhmreiche Sportler“ aus 100 Jahren im Kreishaus

Das ist Sportgeschichte hautnah: Die Kreisverwaltung in Montabaur zeigt im April eine Ausstellung des ...

Westerwald-Verein weiterhin im Buchfinkenland aktiv

Der Westerwald-Verein im Buchfinkenland hat seine Planungen für 2018 vorgestellt: Geplant sind unter ...

Versierte Schützen beim Verbandsgemeindepokalschießen

Der Schützenverein „Tell“ Hundsangen stieß mit seinem Verbandsgemeindepokalschießen wieder auf viel Zustimmung ...

Ein Naspa-Urgestein geht in den Ruhestand

Irgendwann ist es soweit: Der Ruhestand beginnt. Für Manfred Neunzerling von der Naspa beginnt Anfang ...

Konzessionen für Erdgas neu vergeben

Auch die nächsten 20 Jahre wird die Gasversorgung Westerwald die Erdgasversorgung in den Ortsgemeinden ...

„Asja“ feiert 15 Jahre getanzte Lebensfreude

Orientalischer Tanzabend am 14. April in Hachenburg. Die Gruppe „Asja“ im TuS Hachenburg lädt ein und ...

Werbung