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Nachricht vom 17.06.2018    

„Jedem sayn Tal“ feierte 25-jähriges Jubiläum

Wie doch die Zeit vergeht: Bereits zum 25. Mal wurde der beliebte Radwandertag „Jedem sayn Tal“ durchgeführt. Diese Veranstaltung erfreut sich größter Beliebtheit, führt die Strecke doch über rund 25 Kilometer von Selters durch das wunderschöne Sayntal bis nach Bendorf am Schmetterlingsgarten. Auf der Strecke fährt man von Selters aus durch Ellenhausen, Deesen, Breitenau, Kausen und Isenburg nach Bendorf. In allen genannten Orten werden die Radler willkommen geheißen, werden mit Speis und Trank versorgt, werden unterhalten, und können sich ausruhen.

Fotos: wear und Wolfgang Tischler

Selters. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich in Selters die Nachricht, dass Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, nach Selters kommen würde, um „Jedem sayn Tal“ zu eröffnen, aber auch mit einem Spezialrad, zusammen mit ihrem Mann, bis nach Kausen fahren würde. Vorab die Atmosphäre in Selters und auf der Strecke muss Frau Dreyer so gut gefallen haben, dass sie alle Terminplanung über den Haufen warf und tatsächlich bis zum Endpunkt nach Bendorf am Schmetterlingsgarten durchradelte.

In Selters fand zunächst ein ökumenischer Fahrradgottesdienst statt, anschließend wurden die Fahrräder gesegnet. Als Malu Dreyer erschien, wurde sie von den Besuchern freundlich begrüßt, Verbandsbürgermeister Klaus Müller war sichtlich stolz, sie begrüßen zu können. Malu Dreyer ergriff kurz das Wort und wünschte sich und allen Besuchern und Teilnehmer einen wunderschönen Tag. Sie durchschnitt zur Eröffnung ein Flatterband und ihr Tross setzte sich in Richtung Ellenhausen in Bewegung.

Am Marktplatz in Selters war während des ganzen Tages volles Programm angesagt: Das Fitnessstudio „Optimum“ begeisterte mit verschiedenen sportlichen Übungen, die Maxsainer Blaskapelle spielte am Vormittag und am Nachmittag zur Unterhaltung der vielen Besuchern unter dem Festzelt, dazwischen wurde es jazzig, als die Jazzband „Schräglage“ mit Dixie-Musik und Jazz für Stimmung sorgte. Die Aktion „Hoffnungszeichen“ aus Weidenhahn hatte zu einer großen Tombola aufgerufen, deren Erlös armen Kindern auf dem Balkan zu Gute kommt. Zudem hatten die Geschäfte in Selters geöffnet und auf dem Festplatz bis hin zur Saynstraße versuchten allerhand fliegende Händler Nötiges und Unnötiges an den Mann oder die Frau zu bringen.

Ellenhausen wartete mit einem Fahrrad-Pannenservice auf, es gab heißen Fleischkäse und heiße Live-Musik. Weiter führte die Strecke nach Deesen, auf dem dortigen Dorfplatz wurde den Radlern ein vielfältiges, buntes Programm geboten. Für die kleinen Gäste wurde auch gesorgt, sie konnten an verschiedenen Spielen teilnehmen. Zudem reichten die Angler aus Deesen ihren Gästen frisch geräucherte Forellen und andere Fischgerichte. Obwohl die Strecke nicht durch Breitenau führt, sondern den Ort nur am Rande tangiert, bestand an der Strecke die Möglichkeit, mit diversen Speisen und Getränken verlorene Kalorien wieder aufzubauen.



Kausen ist schon seit Jahren berühmt für seinen Deppekuchen. Rasend schnell waren die ersten drei riesigen Bleche leer. Lange Schlangen warteten geduldig auf den Nachschub. Das Warten wurde durch die Rentnerband verkürzt, die fünf Stunden lang für beste Unterhaltung sorgte. Neben dem Gegrillten ist ein weiteres Highlight der von den Dorffrauen gebackene Kuchen.

Isenburg ist bekannt und beliebt für seine Feldküche. Am Gemeindehaus traf man sich zur Rast. Die SÜWAG hatte dort einen großen Energiegarten aufgebaut. Hier konnte für einen guten Zweck geradelt werden. Wer einen Defekt an seinem Rad hatte, dem wurde hier geholfen.

Viele, die in Selters gestartet waren, schafften wirklich die Strecke bis nach Bendorf in einem Rutsch zu bewältigen. Die Stadt hatte sich große Mühe gegeben, den Radfahrern etwas zu bieten, denn am Schmetterlingspark spielte der Musikverein Stromberg, für die Kinder fanden lustige Spiele statt, eine große Hüpfburg war ebenfalls vorhanden. Wer denn einmal in Bendorf war, der konnte, wenn er noch die Kraft dazu hatte, unter anderem den Schmetterlingsgarten besuchen sowie zum Schloss Sayn gehen die Sayner Hütte erkunden und das Rheinische Eisenguss-Museum aufsuchen.

Natürlich sind viele Radfahrer auch den umgekehrten Weg gefahren, weil sie in Bendorf gestartet sind und sich auf den Weg nach Selters machten. Unterwegs war die Freude sehr groß, als an den Treffpunkten, oder auch auf der Strecke, die leibhaftige Ministerpräsidentin den verdutzten Besuchern und Radlern ihre Hand entgegenstreckte.

Bis zum späten Nachmittag herrschte allerorten ideales Radler-Wetter, ein kurzer lokaler „Schutt“, wie man im Westerwald sagt, konnte die Freude an einem gelungen Erlebnistag nicht vermiesen. Den Helfern von DRK, Polizei und Feuerwehr, die für einen reibungslosen Verlauf sorgten, sei an dieser Stelle ein großes Dankeschön ausgesprochen. In diesem Lob sind selbstverständlich auch die Organisatoren in allen Orten an der Strecke mit eingeschlossen, ohne deren monatelange Vorbereitung und Planung eine solche Veranstaltung nicht durchzuführen wäre. (wear)



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