Werbung

Nachricht vom 23.07.2018    

Zukunftswerkstatt der Kulturschaffenden

Kunst und Kultur sind schön, machen aber viel Arbeit und kosten Geld. So hat es schon der unvergessene Karl Valentin gesagt. Vor viel ehrenamtlicher Arbeit in Sachen Kultur haben die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor keine Angst. Und dank einiger weniger Sponsoren kann sich die Bühne auch finanziell seit 30 Jahren immer irgendwie über Wasser halten. Und das trotz qualitativ hoher Ansprüche an das eigene Programm und die Auswahl der Künstler.

Zu einer Zukunftswerkstatt treffen sich die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor. Foto: privat

Westerwaldkreis. Kunst und Kultur sind schön, machen aber viel Arbeit und kosten Geld. So hat es schon der unvergessene Karl Valentin gesagt. Vor viel ehrenamtlicher Arbeit in Sachen Kultur haben die Aktiven der Kleinkunstbühne Mons Tabor keine Angst. Und dank einiger weniger Sponsoren kann sich die Bühne auch finanziell seit 30 Jahren immer irgendwie über Wasser halten. Und das trotz qualitativ hoher Ansprüche an das eigene Programm und die Auswahl der Künstler.

Jetzt hatten sich die Kulturschaffenden zum Beginn des vierten Jahrzehnts ihres Wirkens in der Region zu einer ganztägigen Zukunftswerkstatt im Gelbachtal getroffen um über die Weiterentwicklung des eigenen Vereins und des Kulturangebotes im Westerwald allgemein zu reden. Da Stillstand meist Rückschritt ist, sollen sich die seit Jahrzehnten bewährten Formate der Bühne „Westerwälder Kabarettnacht“, Kleinkunstfestival „Folk & Fools“ sowie die derzeit laufende Weltmusikreihe „Musik in alten Dorfkirchen“ bei Bedarf wandeln und den aktuellen kulturellen Bedürfnissen der „Konsumenten“ angepasst werden. Hinzu kommt das erfolgreich vor zwei Jahren gestartete neue Format „Kabarett am Gelbach“.

Herausgearbeitet wurde bei der Werkstatt, dass Kultur in Form von Ausstellungen, Musik, Kabarett, Museum, Theater, Literatur oder ähnlichem nicht nur einen künstlerischen Wert hat, sondern für die Region Westerwald auch ein zunehmend wichtiger Standortfaktor ist. Es gibt im Westerwald viele haupt- und ehrenamtlich tätige Menschen, die sich mit viel Herzblut in Einrichtungen und Vereinen kulturell dafür einsetzen, das andere staunen, genießen, grübeln, lernen oder lachen können. Nach Ansicht des Vorsitzenden der Kleinkunstbühne Mons Tabor, Uli Schmidt, ist jeder dafür eingesetzte öffentliche oder von der Wirtschaft beigesteuerte Euro gut investiert: „Jeder Euro fließt doppelt und dreifach zurück und bringt den Westerwald im Wettbewerb der Regionen voran!“, so der langjährige Kulturschaffende.



Gegenstand der Tagung war daneben die verstärkte Notwendigkeit zur Kooperation von Kultur und Tourismus. Nicht zuletzt die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) hatte kürzlich diesbezüglich Handlungsbedarf festgestellt. Die Aktiven der Kleinkunstbühne sehen auch im Westerwald Chancen einer besseren Zusammenarbeit beider Bereiche statt einem Verharren in traditionellem Denken. Erfreut wurde festgestellt, dass beispielsweise beim „Folk & Fools“ regelmäßig Gäste aus dem Norden oder Süden der Republik kommen und dieses mit einem Kurzurlaub im Westerwald verbinden.

Diskutiert wurde auch über Kunst und Kultur in Zusammenhang mit der nachhaltigen Entwicklung. Heute so zu leben, dass auch nachfolgende Generationen noch ausreichende Ressourcen und intakte Lebensumstände vorfinden, leuchtet fast allen Wällern vom Verstand her ein. Die praktische Haltung weiche dann doch oft davon ab. Dem soll noch stärker beispielsweise durch geeignete Kabarett- Programme begegnet werden.

Gedacht wurde einem der jüngst verstorbenen großen Kulturpolitiker Deutschlands: Hilmar Hoffmann. Er hatte unter anderem mit seinem programmatischen Klassiker „Kultur für alle“ in den 80er Jahren auch das Entstehen und die inhaltliche Ausrichtung der Kleinkunstbühne Mons Tabor entscheidend mitgeprägt. Bis ins hohe Alter meldete er sich zu Wort, wenn es um die Verwirklichung von Kulturprojekten ging oder gesellschaftliche Fragen wie den wachsenden Rechtspopulismus.

Wer an der Arbeit der Kleinkunstbühne Mons Tabor interessiert ist oder diese unterstützen will, kann sich gerne melden bei Uli Schmidt per Email uli@kleinkunst-mons-tabor.de. (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Kultur


"Over the Rainbow": Ein anspruchsvolles Konzert in Ransbach-Baumbach

In der Stadthalle von Ransbach-Baumbach erlebten die Zuschauer ein Konzert, das sie nicht so schnell ...

20. Monkey Jump Kneipenfestival Hachenburg: Party-Hochburg am 29. März

ANZEIGE | Am Samstag, den 29. März, verwandelt sich Hachenburg in eine Festival-Hochburg, wenn das 20. ...

Junge Künstlerin Kim Bender präsentiert ihre Werke in Dernbach

Im April haben Kunstliebhaber die Möglichkeit, die vielfältigen Werke der talentierten Malerin Kim Bender ...

Klezmers Techter bringen jiddische Musik nach Montabaur

Am 1. April erwartet die Besucher im Gewölbekeller von Montabaur ein besonderes musikalisches Erlebnis. ...

Jubiläumsfeier 20 Jahre Welterbe Limes in der Römerwelt Rheinbrohl

Seit zwei Jahrzehnten gehört der Obergermanisch-Raetische Limes zum UNESCO-Welterbe. Dieses Jubiläum ...

Frühjahrsprogramm der Hachenburger KulturZeit ausverkauft

Die Hachenburger KulturZeit erfreut sich großer Beliebtheit. Alle Veranstaltungen des Frühjahrsprogramms ...

Weitere Artikel


Lagerhalle in Nistertal völlig abgebrannt

Gegen 4.05 Uhr erhielt die Polizei Hachenburg über die Rettungsleitstelle die Mitteilung über einen Lagerhallenbrand ...

Nach Brand Haus nicht mehr bewohnbar

Am Montagabend, den 23. Juli gegen 20.45 Uhr kam es innerhalb der Ortslage Nordhofen zu einem Wohnhaus- ...

Trunkenheitsfahrt mit anschließender Schlägerei

Einen Mehrfach-Übeltäter musste die Polizei Westerburg feststellen: Der Mann fiel als Schläger in Herschbach ...

SG Union Berod-Wahlrod gewinnt 7. EnWaTec-Cup

Fast 250 Zuschauer haben bei perfektem Fußballwetter auf der Rasensportanlage in Hattert am Finaltag ...

The Peteles - Beatles Tribute Band in Bad Marienberg

The Peteles - Beatles Tribute Band – treten beim Sommerfestival in Bad Marienberg am Dienstag, 31. Juli, ...

Ponystute im Genitalbereich verletzt

Einen besonders perfiden Fall von Tierquälerei bearbeitet die Polizei Montabaur und bittet um Zeugenaussagen, ...

Werbung