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Nachricht vom 02.09.2018    

Das Stöffel-Fest in Enspel war eine runde Sache

Stöffel-Fest in Enspel: ie Veranstalter – Mitglieder vom Stöffelvereins und die des Stöffel-Parks – waren heiter gestimmt. Und schließlich kamen dann an den zwei Festtagen rund 3000 Menschen hier zusammen, wie Leiter Martin Rudolph mitteilte. Darunter war eine bemerkenswerte Gruppe: Männer und ihre Oldtimer. Sie kamen mit Lastkraftwagen und Nutzfahrzeugen unentwegt angeströmt, während Dutzende von Hobbyfotografen schon auf sie lauerten. Auch hier überraschte die Anzahl von schätzungsweise 150. Einige der Fahrzeuge zeigten später noch, wofür sie gut waren – und sind.

Es war viel los beim Stöffel-FEst. (Foto: Röder-Moldenhauer)

Enspel. Das zweitägige Stöffel-Fest in Enspel fing gleich gut gelaunt an, trotz des trüben Wetters. Die Veranstalter – Mitglieder vom Stöffelvereins und die des Stöffel-Parks – waren heiter gestimmt. Und schließlich kamen dann an den zwei Festtagen rund 3000 Menschen hier zusammen, wie Leiter Martin Rudolph mitteilte. Darunter war eine bemerkenswerte Gruppe: Männer und ihre Oldtimer. Sie kamen mit Lastkraftwagen und Nutzfahrzeugen unentwegt angeströmt, während Dutzende von Hobbyfotografen schon auf sie lauerten. Auch hier überraschte die Anzahl von schätzungsweise 150. Einige der Fahrzeuge zeigten später noch, wofür sie gut waren – und sind. Der harte Kern ihrer Besitzer ist alle zwei Jahre, wenn das Stöffelfest stattfindet, mit dabei. Manche übernachten vor Ort, fachsimpeln mit Gleichgesinnten bei Musik und einem kühlen Getränk bis in die Nacht. An den großen Fahrzeugen – unter ihnen die 94-jährige Dampfwalze Julia, die munter pfeifend ihre Kreise zog – erfreuen sich schon Kleinkinder.

Der Tag begann mit einem leckeren, günstigen Frühstücksbuffet, am Sonntag folgte darauf der Gottesdienst, musikalisch unterstützt vom Musikverein Bellingen. Es gab Musik vom DJ und Sonntagnachmittag spielte Alleinunterhalter „Mellow Yellow“. Informativ und sympathisch stellte sich die Rettungshundestaffel Westerwald vor, zu ihr zählen Teams, die bereits vermisste Menschen aufspüren konnten. Ein voll besetzter großer Bus voller Interessierter fuhr am Vormittag zur Werksbesichtigung zu Firma Kempf Fahrzeugbau - eine schöne, recht spontane Aktion von Heinz Kempf.

Keramikmuseum war mit im Boot
Das sowieso schon vielseitige Angebot des Stöffel-Parks wurde fürs Fest noch einmal getoppt. Ein Schwerpunkt war die Kinderunterhaltung mit Malen und Basteln und dazu kam unter anderem das Keramikmuseum Westerwald mit Töpfern oder das Bergbaumuseum Sassenroth, das eine Steinolympiade durchführte, die Jugendfeuerwehr… Kinder und Jugendliche vor Ort sorgten wiederum mit ihren Auftritten auch für Unterhaltung. Wer das Stöffelfest kennt, entdeckte alte, gute Bekannte wieder: den Schmied samt Edelsteinstand etwa oder den Verein Historica Rotenhain. Rundführungen im Stöffel wurden stündlich angeboten, die gerne angenommen wurde. Das Café Kohleschuppen war geöffnet, im Museumsgebäude „Tertiärum“ waren neben den Fossilien auch die Modellbauer untergebracht, die originalgetreue Nachbauten präsentierten. Eine Besonderheit war natürlich die Fotoausstellung der Süddeutschen Meisterschaft in diesen Räumen. Die Westerwälder Foto-Freunde hatten sie ausgerichtet. Die 75 sehenswerten Exemplare sind noch bis zum 27. Oktober zu sehen.

Auf insgesamt fünf Ebenen lief das ganz Fest ab, was deshalb so gut klappte, weil ein Shuttlebus (WWH-Touristik) beide Tage auf Tour war, der einem festen Plan folgte und dessen Fahrerin Tanja ein Schatz war, wie viele Mitfahrer bemerkten. Die Infos, die sie von Dieter Wisser (Vorsitzender des Stöffelvereins) über das Fest erhalten hatte, reichte sie fröhlich weiter – wie eine engagierte Gästeführerin. Es sind diese Kleinigkeiten, die das Stöffel-Fest liebenswert machen. Zu den freundlichen Helfern zählte auch das DRK Höhn und die Feuerwehren aus Enspel, Stockum-Püschen und Bellingen, die den Verkehr zu regeln halfen. Die Fahrt mit dem Shuttlebus ging hoch hinauf bis zum Stöffel-Aussichtsturm in Stockum-Püschen und auch ganz weit hinunter zur Verladestation in Enspel.



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Die Verladeanlage an dem Gleisanschluss Enspel befindet sich am Ende des Bremsbergs. Von hieraus ging viele Jahrzehnte lang der Basalt auf Reisen, der oben im Stöffel gewonnen wurde. Zunächst brachten Loren über den Bremsberg das Material zu den Gleisen, in späteren Jahren wurde es per Förderband hierher transportiert. Rangierloks dienten dazu, die Güterwagen zur Befüllung zu bewegen. Eine Gleiswaage ist noch vorhanden. Sie zeigte an, wann das maximale Gewicht erreicht war, dann wurde der nächste Wagen herbeigeschoben, „eine Länge vorgezogen“. Diese beiden Rangierloks, Jahrgang 1950, wurden in Betzdorf an der Sieg bei Fa. Jung gebaut. Sie haben einige Jahrzehnte hier ihren Dienst geleistet. Eine war zuvor bei Branntwein-Monopol, Berlin eingesetzt. Bis in die 1990er-Jahre nutzte sie Fa. Adrian. Und: Noch heute kann man sie in Aktion erleben. Lokomotivführer Christoph Hein hat sie aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen. Beim Stöffel-Fest zeigten er und seine Mitstreiter Christoph Stahl und Stefan Weiler eine Lok in Aktion.

Der Kreisimkertag und das Stöffelfest wollen sich vermählen

Blühende Blumen, Waben, Waffeln und Honig waren das Aushängeschild der Kreisimkertage, die im Stöffel-Park stattfanden. Stefan Weidenbruch vom Imkerverein Kroppacher Schweiz etwa war umgeben von Blumen und Sträuchern, die er vom Pflanzenhof Schürg, Wissen ausgeliehen hatte. Hier wurde ins Bewusstsein gerufen, dass Bienen auch essen müssen – und ihre Nahrung wunderschön anzuschauen ist – ob Bienenbaum, spät blühende Stauden wie der Sonnenhut oder der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch, der bis November hinein duftet… Angenehmer kann man der Natur keinen Dienst erweisen. Charlotte Mattheis (Limbach) war auch vor Ort. Sie ist seit vier Jahrzehnten Imkerin, eine Pionierin, denn anfangs war sie nur umgeben von älteren Männern. Doch heute boomt es. Der Nachwuchs bei den Imkern sei stark und auch Frauen sind längst keine Seltenheit mehr.
Die Imker Westerburg-Wallmerod waren vor Ort, die aus Hachenburg und die Imker am Stöffel, die rund 70 Mitglieder zählen und einen großen Einzugsbereich haben, wie ein Mitglied aus Herschbach erzählte. Für Kinder gab es schöne Basteleien. Die Idee, den Kreisimkertag mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Stöffelfest zu verbinden, kam auf. „Das passt einfach gut zusammen“, war von beiden Seiten zu vernehmen. Mal ehrlich, wer wird bei der Aufforderung „Bee my friend“ nicht schwach? (PM)



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