Werbung

Nachricht vom 27.09.2018    

Gedenkgottesdienst: Unnau trauert um toten Jugendlichen

Die Evangelische Kirchengemeinde Unnau hatte zu einem Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Daniel eingeladen. Das Evangelische Dekanat Westerwald hat dazu eine Pressemitteilung an die Redaktion geschickt. Daniels Schicksal hatte die Menschen in Unnau und den benachbarten Ortschaften seit Monaten bewegt.

In seiner Andacht machte Pfarrer Christof Schmidt deutlich, dass ein Zeichen des Mitleidens und der großen Betroffenheit der Bevölkerung an die trauernde Familie gegeben werden solle. (Foto: Evangelisches Dekanat Westerwald)

Unnau. Mehrere hundert Menschen sind der Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Unnau zu einer Gedenkfeier für den 15-jährigen Daniel aus Unnau-Korb gefolgt. Die Trauernden kamen zu Fuß über die umliegenden Felder zur der Stelle auf einem freien Feld zwischen Unnau und Korb, an der der Jugendliche tot aufgefunden worden war. In seiner Andacht machte Pfarrer Christof Schmidt deutlich, dass ein Zeichen des Mitleidens und der großen Betroffenheit der Bevölkerung an die trauernde Familie gegeben werden solle: „Nun bleibt nur die Traurigkeit und der Wunsch, dass das nie hätte geschehen müssen“.

Schmidt spendete Trost mit Psalm 34, Vers 19: „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ Er rief dazu auf, das Unglück zum Anlass zu nehmen, aufmerksamer für die Kinder und Jugendlichen der Nachbarschaft zu sein und aufeinander Acht zu haben. Im Anschluss an die Andacht legten zahlreiche Menschen Blumengebinde und Kerzen unter einem Holzkreuz ab. Das von der Feuerwehr aufgestellte Kreuz soll stehen bleiben und den Trauernden weiter die Möglichkeit zum Gedenken bieten. Daniels Vater möchte seinen Sohn in Polen beisetzen lassen, wo die Familie ihre Wurzeln hat.



Daniels Schicksal hatte die Menschen in Unnau und den benachbarten Ortschaften seit Monaten bewegt. Der Jugendliche war am Abend des 15. April dieses Jahres von Zuhause weggegangen, um sein Handy zu suchen und wurde seither vermisst. Seine Familie hatte intensiv mit Plakaten an Tankstellen und Bahnhöfen nach ihm gesucht.

In der vorletzten Woche war er durch Zufall von einem Landwirt tot zwischen Silage-Ballen auf einem Feld rund 1,2 Kilometer von seinem Wohnort entfernt aufgefunden. Laut Polizei war der Vermisste zwischen die in Plastikfolie eingehüllten Strohballen gerutscht und hatte sich nicht mehr befreien können. (PM)


Lokales: Bad Marienberg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Schock auf dem Brüse-Hof: Schafe durch Wolfsriss in Selters getötet

Hannah Becker ist eine von vielen Hobbyzüchterinnen einer Schafsherde im Westerwald. Sie hatte die Debatte ...

Weitere Artikel


Verbandsgemeindehaus: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Es gibt viel zu tun in diesen Zeiten rund um das künftige Verbandsgemeindehaus in Montabaur: Zunächst ...

Knapp 500 Kinder demonstrieren für ihre Rechte

Alle Menschen haben Rechte. Was für uns selbstverständlich erscheint, ist es jedoch manchmal nicht. Um ...

Umweltbericht: Erstmals mehr Wald als landwirtschaftliche Flächen

Der neue Umweltbericht für den Landkreis ist da. Er zeigt die Situation in allen relevanten Bereichen ...

Westerwaldkreis: Überdurchschnittlich viele Beschäftigte krank

Laut Barmer-Gesundheitsreport meldete sich jeder Beschäftigte im Westerwaldkreis im Jahr 2017 im Durchschnitt ...

Die Hamburg Blues Band spielt im Kulturwerk

Die Hamburg Blues Band steht für intensiven, clever arrangierten und live umwerfenden Roots Blues, der ...

Viele Neuigkeiten auf der Photokina in Köln

Die Photokina Köln ist die Weltleitmesse für Foto und Video. Mehr als 800 nationale und internationale ...

Werbung