Werbung

Nachricht vom 05.04.2019    

Gast im Herz der Diözese: Limburger Dom

„Hier schlägt das Herz der Diözese Limburg!“ Mit diesem Satz begrüßte Dompfarrer Gereon Rehberg die „555er“ Seniorinnen und Senioren aus dem Buchfinkenland im Dom zu Limburg. Obwohl seine Zeit als Pfarrer der Buchfinkenlandgemeinden fast 24 Jahre zurückliegt, ließ es sich Rehberg nicht nehmen, viele seiner inzwischen hochaltrigen früheren Gemeindemitglieder in der Bischofstadt zu begrüßen. Bei der spürbaren Wiedersehensfreude war es auch zu verschmerzen, dass Bischof Georg Bätzing leider die Gäste nicht auch persönlich begrüßen konnte.

Die Einblicke in die vieldiskutierte Bischofsresidenz waren sicher der Höhepunkt des Besuches der 555er aus dem Buchfinkenland bei ihrem früheren Pfarrer Gereon Rehberg in Limburg. Fotos: privat

Buchfinkenland/Limburg. Erfreut waren die Besucher aus Hübingen, Gackenbach und Horbach darüber, wie schnell (trotz der inzwischen vergangenen vielen Jahre) der frühere Gackenbacher Pfarrer wieder in die damaligen Geschehnisse seiner Buchfinkengemeinden eintauchte. Und auch das eine oder andere Wort auf „Wäller-Blatt“ rutschte ihm dabei heraus. Sogar die Namen einiger Teilnehmer wie Hermann, Paul, Josef oder Reinhard waren dem beliebten Geistlichen noch vertraut und er konnte sie meist den älter gewordenen Gesichtern zuordnen.

Im Dom wurde zunächst dessen Entstehung mit Baubeginnen im Jahre 1180 und Vollendung 1235 vorgestellt. „Es gab damals eigentlich kein richtiges Baukonzept, man hat einfach drauflosgebaut und dafür ist es eine doch stattliche und sehr schöne Kirche geworden“, so eine der mit den Domführungen betrauten Ordensschwestern. Auch sei der Dom nie zerstört worden. Damit das auch künftig so bleibt, wurden einige Fürbitten gebetet, darunter auch die Bitte um mehr Solidarität und Nächstenliebe auf der Welt.

Höhepunkt der „Fahrt in den Frühling“ zum Saisonauftakt der Initiative „555 Schritte – fit bis ins höchste Alter“ war der sich anschließende Besuch nebenan in der Bischofsresidenz. Dieser prunkvolle Sitz des früheren Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst erlangte wegen seines Luxus und der damit verbundenen hohen Kosten zweifelhafte Berühmtheit. Den zuweilen als „Protz-Bischof“ titulierte Oberhirten kostete der Skandal im Jahr 2014 das Amt. Aber die Gestaltung der Räume mit Foyer, Säulengang und Kapelle wusste den Gästen aus dem Westerwald durchaus zu gefallen. „So viel Geld wurde ausgegeben und dann sind die Räume nixnutzig“, wie einer Seniorin ihr Bedauern zum Ausdruck brachte. Ein Bewohner des Seniorenzentrums Ignatius-Lötschert-Haus ergänzte: „Scheh esset jo schonn!“



Nicht fehlen darf bei allen Aktivitäten der 555er eine gemütliche Kaffeerunde. Gastgeber dafür war zum Abschluss der Fahrt in den Frühling das historische Landhotel „Studentenmühle“ bei Nomborn. Dort wurde bei Kaffee und frischem Kuchen auf einen erlebnisreichen Nachmittag zurückgeblickt. Und als Koordinator der 555er dankte Uli Schmidt allen Teilnehmenden und Helfern und stimmte diese schon auf die nächste Aktion in Form eines „Musikstationenweges“ mit Sängern und Musikern am 8. Mai ein. (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank! Mehr Infos.



Lokales: Montabaur & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
 

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Das Raiffeisenmuseum in Hamm: Genossenschaftsidee zum Anfassen

Im kleinen Hamm an der Sieg steht das Geburtshaus des großen Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888), ...

Montabaur feiert erfolgreiche Premiere der Lachnacht

Die "1. Montabaurer Lachnacht" lockte am 2. April zahlreiche Besucher in die Stadthalle Haus Mons Tabor. ...

Generationenwechsel im Berufsbildungsausschuss der HwK Koblenz

Der Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer Koblenz hat sich neu formiert. Langjährige Mitglieder ...

Einführung von Pfarrer Michael Zopf in Rennerod: Ein neuer Abschnitt für die Gemeinde

Die Evangelische Kirchengemeinde Rennerod hat Pfarrer Michael Zopf in einem festlichen Gottesdienst offiziell ...

Abiturfeier am Mons-Tabor-Gymnasium: Ein magischer Abschied

Am 31. März verabschiedete das Mons-Tabor-Gymnasium 95 Abiturientinnen und Abiturienten. Die Feierlichkeiten ...

Schock auf dem Brüse-Hof: Schafe durch Wolfsriss in Selters getötet

Hannah Becker ist eine von vielen Hobbyzüchterinnen einer Schafsherde im Westerwald. Sie hatte die Debatte ...

Weitere Artikel


Stephan Bauer: Vor der Ehe wollt´ ich ewig leben

Mit 25 heiratet man den Menschen, der einem den Verstand wegbu… - und mit 50 stellt man fest: Es ist ...

Historiker Andreas Rödder: Moralisierung ist Gift für demokratischen Diskurs

Klartext sprach Professor Dr. Andreas Rödder (Mainz) in seiner Heimatstadt Wissen, als er anlässlich ...

Verkehrsunfallflucht auf der L303 zwischen Siershahn und Helferskirchen

Am Donnerstag, 4. April gegen 17.07 Uhr ereignete sich auf der Stecke Siershahn - Helferskirchen (L303) ...

„Digiscouts”: Azubis helfen Betrieben bei der Digitalisierung

Digitalisierungspotenzial gibt es in fast jedem Unternehmen, man muss es nur finden. Warum lässt man ...

„Verzauberung im Zusammenspiel“: Vortrag für die Jugendarbeit

Die Kreisverwaltung Altenkirchen veranstaltet in Kooperation mit der Fachstelle Plus Koblenz, den Kreisjugendämtern ...

Film der Frischlinge: Gemeinsam nach Afrika

Im März ist das Rallyeteam Hachenburger-Frischlinge zusammen mit fast 100 Mitreisenden noch einmal Richtung ...

Werbung