Werbung

Nachricht vom 07.11.2019    

Fünf Jahre „Demokratie leben!“ - Höhr-Grenzhausen ist mit dabei

Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz feiert mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer fünfjähriges Bestehen Seit 2015 setzt sich das Demokratiezentrum für eine vielfältige, gewaltfreie und menschenfreundliche Gesellschaft ein. So etwa die seit 2017 existierende mobile Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt „m*power“. Aus dem Westerwaldkreis ist die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen mit dabei.

Höhr-Grenzhausen. Auf kommunaler Ebene nehmen 17 Gemeinden als „Partnerschaft für Demokratie“ am Bundesprogramm teil, und es existieren mittlerweile neun mobile Berater gegen Rechtsextremismus. Anlässlich der Festtagung „Fünf Jahre ‚Demokratie leben!‘ in Rheinland-Pfalz“ würdigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Engagement der Akteure, die ein stabiles und erfolgreiches Netzwerk aufgebaut haben.

Der Leiter der Abteilung Demokratie und Engagement des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend, Michael Tetzlaff, und der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, sprachen ihren Dank für den Einsatz der Akteure in den zurückliegenden fünf Jahre aus. „Von Ihrem Netzwerk geht das deutliche Zeichen aus, dass wir gemeinsam für Respekt, Vielfalt und für ein faires und friedliches Miteinander stehen. Wir dürfen nicht wegsehen, wenn unsere Demokratie durch eine neue Dynamik im Rechtsextremismus bedroht wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die Landesregierung tue alles dafür, damit die Sicherheitsbehörden konsequent gegen Gewalt und Extremismus vorgehen können. Genauso wichtig sei eine Präventionsarbeit gegen Gewaltstrukturen und eine tief verankerte Demokratiepädagogik.

„Das Landes-Demokratiezentrum ist wichtig für die Förderung und Vernetzung dieser Strukturen. Deshalb brauchen wir ein Programm wie ‚Demokratie leben!‘ mehr denn je“, so die Ministerpräsidentin. Das Land tue alles, um diese wichtige Arbeit zu stärken und unterstütze die Bestrebungen von Bundesministerin Franziska Giffey für ein Demokratiefördergesetz. „Wie wichtig die Arbeit des Demokratiezentrums in Rheinland-Pfalz ist, kann man exemplarisch anhand der Fallzahlen der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus sehen“, führt Detlef Placzek aus.



„Knapp 600 registrierte Fälle wurden in den vergangenen fünf Jahren beraten. Im Jahr 2017 waren es 111, im Folgejahr 176 und dieses Jahr bereits 184 Fälle, in denen die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Kommunen, Bürgerinnen und Bürger oder Betroffene unterstützen konnte“, berichtet Detlef Placzek.

Das Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz ist verortet im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung und sieht seinen Handlungsschwerpunkt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Stärkung einer positiven Jugendentwicklung auch im Rahmen der Prävention ist ein wichtiger Baustein im Einsatz gegen Extremismus. Deshalb liegt auch hier ein Fokus des Demokratiezentrums Rheinland-Pfalz. Unter anderem mit unseren Planspielen gegen Extremismus oder der Distanzierungsberatung, Rückwege‘ wollen wir unseren Beitrag leisten“, hält Petra Fliedner, Leiterin des Demokratiezentrums Rheinland-Pfalz, abschließend fest.

Zum 31. Dezember 2019 endet die aktuelle Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, das 2014 von der damaligen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ins Leben gerufen wurde.


Lokales: Höhr-Grenzhausen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Politik


Bürgersprechstunde mit Dr. Tanja Machalet in Hachenburg

Die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet lädt Bürger am 10. April zu einer Bürgersprechstunde ...

Rheinland-Pfalz enthält sich bei Milliarden-Finanzpaket im Bundesrat

In einer entscheidenden Abstimmung im Bundesrat über das umfangreiche Finanzpaket mit Milliardenkrediten ...

Hachenburgs Innenstadt im Wandel - Bürgerbeteiligung als Schlüssel

In Hachenburg schreitet die Entwicklung der Innenstadt zügig voran. Die Stadt setzt auf eine enge Zusammenarbeit ...

Florian Pernak als Spitzenkandidat der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz

Florian Pernak, der Vorsitzende der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz, wurde als Spitzenkandidat für die ...

Arnshöfen erhält 100.000 Euro für klimafreundliches Dorfgemeinschaftshaus

Die Ortsgemeinde Arnshöfen freut sich über eine Förderung von 100.000 Euro zur energetischen Sanierung ...

Stefan Thoma wird neuer bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion

In Rheinland-Pfalz gibt es eine personelle Veränderung im Landtag. Stefan Thoma übernimmt eine bedeutende ...

Weitere Artikel


Der kleine Rabe Socke kommt nach Bad Marienberg

Das Gießener Figurentheater gastiert am Montag, den 18. November um 16 Uhr in der Stadthalle Bad Marienberg ...

30 Jahre Mauerfall – Eine Grenzerfahrung der besonderen Art

Es ist kalt an diesem Novembermorgen an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Zwei Busse sind aus ...

Zeitgenössisches Avantgardistisches im Kulturkeller

Zu allen Zeiten gab es Komponisten, die dem Experimentieren zugetan und der Volksmusik die Stirn boten. ...

Scheck der Rotarier Montabaur für Skiwanderung in Lappland

Früher wurde Krebspatienten zur Schonung geraten, heute weiß man, dass Sport und Bewegung sich positiv ...

Michael Treber neuer Headcoach der Farmers

Diese Verpflichtung ist sportliches Ausrufezeichen und starkes Signal für die Zukunft zugleich: Die Fighting ...

Das Leben in und um Hachenburg genießen mit neuer Broschüre

„Genießen Sie das Leben“ – so heißt die neue Broschüre, die von der Tourist-Information Hachenburger ...

Werbung