Werbung

Nachricht vom 14.11.2019    

SPD: Standort am Bhf Ingelbach schneidet in Studie besser ab

Es wird von Hachenburger Seite aus immer wieder vehement behauptet, das vom DRK in Auftrag gegebene Gutachten des BAB-Instituts komme nur zu einem Ergebnis: „Der optimale Standort für das zusammenzuführende Krankenhaus ist vor den Toren Hachenburgs“. Die SPD-Ortsvereine Altenkirchen-Weyerbusch, Flammersfeld und Horhausen haben mal einen Blick in das Gutachten geworfen und überraschende Aussagen gefunden.

Das DRK will die Krankenhausstandorte Altenkirchen und Hachenburg zusammen legen. (Foto: Archiv AK-Kurier)

Kreisgebiet. Das gab die SPD im Kreis Altenkirchen am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach haben die Standorte Bahnhof Ingelbach und Bahnhof Hattert an der B414 bessere Noten bekommen als Hachenburg bei den Kriterien ÖPNV, Mitarbeiterattraktivität, bessere Erreichbarkeit mit dem Auto und dem Wettbewerb mit anderen Krankenhäusern.

Die dortigen in Frage kommenden Flächen gehören überwiegend den Kommunen und nicht privaten Eigentümern. Hachenburg punktet laut SPD-Mitteilung lediglich mit einer größeren Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet und den Chancen, von umliegenden Krankenhäusern (Dierdorf/Selters, Anm. der SPD) und aus dem Gebiet Westerburg Patienten abzuziehen. Außerdem ist der Standort von einer leichten Mehrheit der Beschäftigten schneller erreichbar als die beiden anderen.

Krankenhaus welcher Größe geplant?
Bevölkerungszahl und Marktanteile sind aber nur dann besonders wichtig und letztlich entscheidend, wenn das neue Krankenhaus möglichst groß gebaut wird (ca. 500 Betten statt heute ca. 350 Betten, vielleicht sogar als Schwerpunktkrankenhaus, Anm. der SPD). Das Gutachten sagt selbst, dass sich ein anderes Bild der Bewertung ergebe, wenn man nur den heutigen Markt bewahren will.



Und genau da beginnt nach Meinung der SPD jetzt die über das bloße Messen von Minuten, Kilometern und Bevölkerungszahl hinaus gehende Arbeit des Gesundheitsministeriums in Mainz. Der gerade neu aufgestellte Landeskrankenhausplan sieht für Altenkirchen-Hachenburg nämlich kein Haus der Größenordnung 500 Betten vor, sondern deutlich kleiner. Wollte man das ändern, ginge das zulasten der Häuser in Selters und Dierdorf. Man kann sich vorstellen, wie die dortige Bevölkerung auf eine solche Änderung reagieren würde.
Es ist also völlig selbstverständlich, wenn Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler das DRK-Gutachten genau auf diese Auswirkungen untersuchen lässt, denn sie ist dem gesamten Nordosten des Landes Rheinland-Pfalz verantwortlich und nicht nur dem Raum Altenkirchen-Hachenburg.

Für die hiesige SPD ist es laut Mitteilung verwunderlich, wie die lokale Politik in Hachenburg nur die Argumente gelten lassen will, die für einen (großen) Standort vor den Toren von Hachenburg sprechen und alle anderen wichtigen Argumente schlicht ausblendet. (PM/red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Stromabschaltung in Nister, Nistertal und Unnau

Am Sonntag, 13. April, wird in den Orten Nister, Nistertal und Unnau im Ortsteil Korb das Stromnetz gewartet. ...

Waldbrand in Nauroth: Schnelles Eingreifen verhindert weitere Ausbreitung des Feuers

Am Freitagnachmittag (4. April) kam es am Ortsrand von Nauroth zu einem Bodenfeuer, das sich aufgrund ...

Geschicklichkeitsturnier der Kreisjugendfeuerwehr Westerwald begeistert Wallmerod

Am Samstag (29. März) und Sonntag (30. März) fand in Wallmerod ein beeindruckendes Geschicklichkeitsturnier ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Hachenburg plant klimaneutrale Zukunft bis 2040

Die Verbandsgemeinde Hachenburg hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Mit der Fortschreibung ihres ...

Musikalischer Frühling im Westerwald: Serenaden-Konzert in Rennerod

Am Sonntag, 6. April, wird die Westerwaldhalle in Rennerod zum Schauplatz eines besonderen musikalischen ...

Weitere Artikel


Pannenkurs beim Autohaus Bergisch brachte neue Erkenntnisse

Vor einer Autopanne ist niemand gefeit. Was ist zu tun, wenn man einen Plattfuß hat oder eines der vielen ...

Bauen für die Zukunft im Einklang mit Natur, Stadt und Landschaft

Umweltbewusstsein, Folgen des Klimawandels und nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen sind aktueller ...

FOC Montabaur: IHK Koblenz steht für fairen Wettbewerb ein

Zum Abschluss der Herbstsitzungen ihrer Regionalbeiräte, in denen sich Unternehmer/innen aus der gesamten ...

DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg ehrte Mitarbeiter

Für neun Mitarbeiter des DRK Verbundkrankenhauses Altenkirchen-Hachenburg hieß es Abschied vom Berufsleben ...

Uhrtürmer und Gäste in der Galerie im Uhrturm Dierdorf

Die Uhrtürmer Ulrich Christian, Karl-Heinz Dominicus, Helga Gans-Eichler, Wolf-Achim Hassel, Günter Oberländer, ...

Buchtipp: „Köln am Rhein“ von Rita Wagner

Der vollständige Titel lautet treffend: „Köln am Rhein oder Von Zeit zu Zeit“. Die Herausgeberin Rita ...

Werbung