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Nachricht vom 12.05.2020    

Ferienspaß-Aktion des Jugendzentrums Hachenburg abgesagt

Es war eine schwere Entscheidung für das Leitungsteam des Jugendzentrums und die Verbandsgemeindeverwaltung, denn seit vielen Jahren ist der „Ferienspaß“ des Jugendzentrums eine feste Institution in der Jahresplanung vieler Familien und insbesondere der Kinder. In diesem Jahr sollten wöchentlich 80 Kinder und weitere 35 in den Betreuungsangeboten der Kooperationspartner - dem städtischen Familienzentrum Hachenburg sowie dem Kinderschutzbund - an der Aktion teilnehmen.

Hachenburg. Aus heutiger Sicht mussten die Verantwortlichen jedoch feststellen, dass die Durchführung des Programms in der Zeit vom 6. Juli bis 24. Juli unter Annahme der derzeit geltenden Kontakt- und Hygieneregelungen nicht verantwortbar umzusetzen ist. Es ist darüber hinaus nicht abzusehen, welche Regelungen zum Zeitpunkt der Maßnahme gelten, da eine weitere Entwicklung der Pandemie nicht abgeschätzt werden kann.

„Mit vielen engagierten Kooperationspartnern, den Mitarbeitern und den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern versuchen wir, jedes Jahr neue Angebote für die Kinder und Jugendlichen zu entwickeln. Es ist eine der beliebtesten Aktionen des Jugendzentrums. Wir planen und bereiten den Ferienspaß über das ganze Jahr hinweg vor. So etwas absagen zu müssen, tut richtig weh“, meint Stephanie Brenner, Leiterin des Jugendzentrums.

Damit fällt ein wichtiges Angebot für Eltern und Kinder weg, das gerade in einer Zeit, in der Freizeitaktivitäten und Schulbesuch nur eingeschränkt möglich sind, besonders wichtig wäre. Die Tatsache, dass Eltern bereits für die unvermittelte Betreuung ihrer Kinder in der schulfreien Zeit im März und April oftmals große Teile ihres Jahresurlaubes aufgebraucht haben, macht die Situation für viele Familien besonders schwierig.



Eine kurzfristige Umsetzung für den Fall weiter gelockerter Abstands- und Hygienebedingungen sehen die Verantwortlichen sehr kritisch, da die Vorbereitungen mindestens zwei Monate in Anspruch nehmen.

Es wird jedoch intensiv überlegt, ob und wie eine Notbetreuung in besonders prekären Fällen erfolgen kann. Auch ein „Ferienspaß in der Tüte“ ist in Planung. Damit soll versucht werden, wenigstens einen Teil der Aktionen in die Kinderzimmer zu transportieren.

Die Eltern der betroffenen Kinder wurden schriftlich über die Absage informiert. (PM)



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