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Nachricht vom 27.05.2020    

Chöre wollen wieder singen, Musikvereine wieder musizieren

Zu seiner ersten Konferenz im Internet hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Hendrik Hering die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Giorgina Kazungu-Haß virtuell in den Westerwald eingeladen, um mit Kulturschaffenden über ihre Arbeit und mögliche Hilfen des Landes für in Not geratende Vereine zu sprechen. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die Kulturszene während der Corona-Krise mit einem 15,5 Millionen Euro schweren Hilfspaket unterstützen.

Web-Konferenz mit Giorgina Kazungu-Haß. Foto: privat

Hachenburg. Kern des Sechs-Punkte-Programms sind Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler, im Zuge derer diese einmalig 2.000 Euro bekommen können.

Teilnehmer der Konferenz berichteten von den Besonderheiten und Schwierigkeiten, die ihnen und ihren Chören und Musikvereinen durch die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aktuell begegnen. Alfred Labonte, Vorsitzender des Chorverbands Westerwald, der ebenfalls an der Runde teilgenommen hat, warb bei den Landespolitikern für das von seinem Verband ausgearbeitete Hygienekonzept und für eine schnelle Wiederaufnahme der Probenarbeit der Vereine. Er beschrieb die Gefahr, dass diese Unterbrechung dazu führen könne, dass manche Chöre abmelden, da nicht mehr genug Sänger zu den Proben zurückkehren werden.

Kazungu-Haß berichtete der Runde von den aktuellen Beratungen, die zum Ziel haben, den professionellen Chören und Orchestern den Probe- und Konzertbetrieb wieder zu gestatten und machte deutlich, dass diese Regelungen dann selbstverständlich auch für alle Chöre und Vereine gelten müsse. Entscheidendes Kriterium dürfte dabei die Regelungen der Abstände sein, die die Musiker untereinander einzuhalten haben. Man rede dabei nicht mehr von Wochen, da die Kulturminster des Bundes und der Länder bereits am 15. Mai ihre Eckpunkte für eine Öffnungsstrategie der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten als Beratungsgrundlage für ihre Gespräche übermittelt haben.



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Ausdrücklich betonte Frau Kazungu-Haß ihr Angebot, auch nach der Webkonferenz für Anregungen und Gesprächen zur Verfügung zu stehen und warb darum, dieses Angebot auch wahrzunehmen. Hendrik Hering dankte abschließend für einen informativen und inhaltlich gehaltvollen Austausch. „Unsere Chöre und Musikvereine sind eine immens wichtige Stütze des gesellschaftlichen Zusammenhalts unserer Ortsgemeinden. Daher bin ich zuversichtlich, dass es ihnen bald wieder gestattet wird, ihren Probebetrieb aufzunehmen“, sagte Hendrik Hering. „Wir alle werden noch eine Zeit mit den Auflagen, die unser aller Gesundheit schützen, leben müssen. Wir sind aber auch kreativ genug dies nicht nur fortwährend lautstark zu beklagen, sondern unseren Alltag und unser gesellschaftliches Leben den Gegebenheiten vorübergehend anzupassen“, so Hering abschließend. (PM)



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