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Nachricht vom 10.07.2020    

Cormes statt Kirmes 2020 - Not macht erfinderisch

Die Feste feiern wie sie fallen - das geht in Corona-Zeiten leider nicht. Betroffen von diesem Ausnahmezustand ist auch die Montabaurer Kirmes. Aber: Not macht erfinderisch. Um die Traditionsveranstaltung zu retten, hat sich das Kultur-Team im Rathaus einiges einfallen lassen.

Party-Fass Corona-Kirmes. Foto: privat

Montabaur. Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland freut sich, dass vom 31. Juli bis 3. August trotz Pandemie ein attraktives Programm geboten werden kann und nimmt das Ganze mit Humor: „Wir feiern diesmal Cormes statt Kirmes! Es ist wichtig, Traditionen zu pflegen; deshalb war eine Absage keine Option. Alle Regeln, die in der Corona-Krise zu beachten sind, werden natürlich eingehalten.“

Wenn die Menschen nicht zur Kirmes kommen können, kommt die Kirmes zu ihnen. Das ist der Leitgedanke des Konzepts. Wer teilnehmen möchte am Fest, nutzt die Radiofrequenz 88,9. Hier wird das Geschehen an allen Tagen übertragen. Die Innenstadt putzt sich heraus mit blau-rot-weißen Fahnen, und an der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Ketten steht wie gewohnt der Kirmesbaum.

Nicht nur akustisch, sondern auch visuell per Livestream lässt sich der Auftakt am Freitag erleben. Um 20 Uhr eröffnet Gabi Wieland in der Stadthalle Mons Tabor die Kirmes, und auch Pfarrer Barthenheier spricht ein Grußwort. Mit dem Kirmesspruch geben die Mitglieder der Kirmesgesellschaft in den T-Shirts den Startschuss. Für den guten Ton sorgt die Band „Beakers Mom“. Und dann wird im wahrsten Sinn des Wortes ein Fass aufgemacht: eigens für die Kirmes wurde ein Fünf-Liter-Partyfass im Montabaur-Design aufgelegt. Auch daheim darf angestoßen werden, denn die Montabaurer Kirmes-Gastronomen verkaufen die Fässchen außer Haus. Viele bieten auch Speisen zum Mitnehmen oder per Lieferdienst an, und so steht kleinen Kirmespartys in Häusern, Höfen und Gärten nichts im Wege.

Auch ein Umzug am Samstag wird neu erfunden. Ab 19 Uhr fährt ein Showtruck der Mogendorfer Spedition SKS mit der Band „Klangfabrik“ an verschiedene Stellen von Montabaur und bringt die Musik zum Publikum. Weil die Route vorher nicht bekannt gegeben wird, kann´s geschehen, dass der Truck plötzlich auch in Ihrer Nähe steht. Somit können Sie die Musik nicht nur über das Kirmes-Radio empfangen, sondern vielleicht sogar live erleben. In diesem Fall dürfen die Anwohner gerne hinauskommen, um zu lauschen, zu singen und zu tanzen, und vielleicht sogar mit einem Kirmesbier anzustoßen – selbstverständlich auf eigenem Grundstück und in gebührendem Abstand zueinander.



Zur Kirchweih gehört unbedingt ein Gottesdienst. Dieser wird am Sonntag um 10.30 Uhr aus der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Ketten über das Kirmes-Radio übertragen, so dass auch die Gläubigen dabei sein können, die wegen der beschränkten Einlasszahlen nicht in die Kirche dürfen. Abends gibt es wiederum ein Streaming zur Unterhaltung. Ab 18 Uhr spielt die Band „Street Life“ aus der Stadthalle.

Den Schlusspunkt setzt wie in den Vorjahren am Montag um 22 Uhr ein farbenfrohes Feuerwerk über dem Montabaurer Schloss. Hier gibt es in Corona-Zeiten ein Trostpflaster on top: Die bunte Schau wird musikalisch untermalt. Tipp des Kulturteams ans Kirmespublikum: einen Ort mit Blick aufs Schloss suchen, auf dem eigenen Radio die Frequenz 88,9 einschalten – und das Feuerwerk optisch und akustisch genießen!

Alle Infos und Updates rund um die Montabaurer „Cormes“ sind nachzulesen auf Facebook und auf www.montabaur-live.de.



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