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Nachricht vom 09.09.2020    

Ökumenische Waldandacht am Kleinen Wolfstein

Der dichte Wald gab dem Westerwald seinen Namen. Doch dieser ist hierzulande schon in einem alarmierend schlechten Zustand. Das Fichtensterben ist selbst von Laien nicht mehr zu übersehen. Verantwortlich für diese katastrophale Entwicklung ist zu großen Teilen der Klimawandel.

Auf den alarmierenden Zustand des Waldes durch den Klimawandel und die gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung wollen (v.l.) Revierförster Jochen Panthel, Nadine Bongard, Fachstelle für Gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanats Westerwald, Dekan Dr. Axel Wengenroth, Pfarrer Winfried Roth und der Förster für Umweltbildung, Carsten Frenzel, aufmerksam machen. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Bad Marienberg/Unnau. Im Rahmen der Ökumenischen Schöpfungstage im September, die in den christlichen Kirchen dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet sind, und den Deutschen Waldtagen des Bundes lädt das Evangelische Dekanat zusammen mit den heimischen Forstämtern zu einer Waldandacht an die Unnauer Waldkirche ein.

Der Förster für Umweltbildung, Carsten Frenzel, vom Forstamt Rennerod und Nadine Bongard vom Evangelischen Dekanat wollen dazu anregen, angesichts der durch die Klimakrise verursachten Waldschäden, innezuhalten und für die Zukunft der Schöpfung zu beten „Wir sitzen alle im selben Boot“, sagt Nadine Bongard. „In der Vergangenheit haben wir Fehler gemacht und unseren Fokus zu wenig auf das Bewahren der Schöpfung gelegt. Es ist an der Zeit, umzukehren und neue Wege zu gehen. Dafür braucht es Kraft und Mut aller politischen und gesellschaftlichen Entscheider, aber auch von jedem von uns.“

Mitwirken bei der Waldandacht werden auch Dekan Dr. Axel Wengenroth vom Evangelischen Dekanat und der katholische Pfarrer Winfried Roth aus Hachenburg. „Ich sehe gerade als gebürtiger Westerwälder das Sterben unserer heimischen Wälder mit großer Sorge. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein wichtiges Anliegen, für das wir uns stärker engagieren wollen,“ sagt Dekan Wengenroth. „Es ist ein Thema, das uns überkonfessionell alle betrifft“, ergänzt Pfarrer Roth. „Ich denke dabei auch an die Enzyklika von Papst Franziskus zur Schöpfung, in der er dazu aufgerufen hat, die Verpflichtung für „unser gemeinsames Haus“, die Erde, noch viel ernster nehmen als bisher“.



Die Teilnehmer der Waldandacht treffen sich am Sonntag, den 20. September um 17 Uhr am Parkplatz am Kletterwald Bad Marienberg und laufen dann (circa 800 Meter, bedingt barrierefrei) zur Waldkirche am Kleinen Wolfstein. Unter Corona-Bedingungen finden 25 Menschen auf Holzbänken in der Waldkirche Platz. Wem es möglich ist, der bringe sich einen Klappstuhl mit. Interessierte können sich gern vorher unter nadine.bongard@ekhn.de oder Telefon: 02663-968228 anmelden. Kurzentschlossene sind aber ebenso herzlich willkommen.

Im Anschluss an die Andacht gibt es die Gelegenheit mit Revierförster Jochen Panthel bei einer kleinen Führung am Beispiel des Unnauer Kirchenwaldes über die Zusammenhänge des Ökosystems Wald zu sprechen. Der Wald ist CO2- Speicher, Trinkwasserreservoir und Erholungsgebiet zugleich. Panthel wird über die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen auf die Kirchengemeinde als Waldbesitzerin, über die Vergangenheit und die Zukunft des Waldabschnittes, zum Beispiel die Baumartenauswahl für die Aufforstung, berichten. (shg)



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