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Nachricht vom 06.10.2020    

Montabaur ist Teil der Deutschen Fachwerkstraße

Die schmucken Fachwerkfassaden in der Altstadt von Montabaur und in den Ortsteilen werden von Einheimischen ebenso geliebt wie von Touristen. Die Stadt engagiert sich seit Jahren für den Erhalt der historischen Bausubstanz. Nun wurde sie als erste Stadt in Rheinland-Pfalz Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und der Deutschen Fachwerkstraße, die als Dachmarke die Deutschen Fachwerkstädte touristisch verbindet und gemeinsam vermarktet.

Das frisch sanierte Fachwerkhaus am Kleinen Markt hat eine besonders reich geschmückte Fassade. Davor traf sich die Arbeitsgruppe Fachwerkstraße zum Fototermin mit Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland (2.v.l.), Tourismusbeauftragten Karin Maas (5.v.l.) und Zimmermann Thomas Becker (7.v.l.). Foto: Stadt Montabaur / Olaf Nitz

Montabaur. Montabaur wird dort der gelben Route „Vom Westerwald über Lahntal und Taunus zum Main“ zugeordnet, in Nachbarschaft von Limburg, Bad Camberg und Braunfels.

„Mit der Mitgliedschaft bei Deutsche Fachwerkstädte und bei Deutsche Fachwerkstraße dokumentieren wir nach innen und außen, dass Fachwerk in unserer Stadt als Ganzes einen hohen Stellenwert hat, und nicht nur eine Sammlung von lauter Einzelobjekten ist“, betonte Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland, als sich eine Arbeitsgruppe der Deutschen Fachwerkstraße erstmals in Montabaur traf. Dabei saßen die Touristikfachleute der einzelnen Kommunen zusammen, die die gelbe Route gemeinsam vermarkten als Radwanderstrecke, Wohnmobil- oder Autotour oder allgemein als Urlaubsregion.

Insgesamt besteht die Deutsche Fachwerkstraße aus sieben Routen. Die Tourismusbeauftragte Karin Maas wird Montabaur in dem Gremium vertreten. „Die Fachwerkstraße ist eine starke Marke. Durch den Austausch erhalten wir viele Impulse, wie wir das Fachwerk als touristisches Highlight bei uns besser herausstellen können, sowohl in der Altstadt als auch im Gelbachtal“. Sie hat mit der Arbeit an einem neuen Flyer mit einem Fachwerkrundgang begonnen und will auch die Stadtführer entsprechend schulen.

Bei der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte stehen der Austausch über Fragen der Fachwerksanierung und städtebauliche Themen im Mittelpunkt. Hier wird die Stadt Montabaur von Maike Brühl aus der Bauverwaltung und Thomas Becker, Zimmermann für Restaurierungsarbeiten, vertreten. Maike Brühl betreut seit Jahren das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“, an dem Montabaur seit 2008 teilnimmt. Damit verbunden sind großzügige Förderungen für private Sanierungsmaßnahmen im Fördergebiet, das im Wesentlichen die Altstadt und den Schlossberg umfasst. Dabei geht es nicht nur, aber doch oft um Fachwerksanierungen. „Es sind ja nicht alles Schmuckstücke. Häufig kann man das Fachwerk nicht freilegen und sichtbar machen. Aber Sanierungen zur Verbesserung der Wohnqualität sowie zur Altstadt passende Fassadengestaltung werden auch gefördert“, berichtet Brühl aus der Praxis.



Seit 2016 wurden insgesamt neun so genannte Einzeldenkmäler umfassend saniert, deren schmucke Fachwerkfassaden ins Auge fallen, zum Beispiel am Kleinen Markt, am Vorderen und Hinteren Rebstock oder das Hotel in der Kirchstraße. In Arbeit sind die Alte Kellerei in der Judengasse und zwei benachbarte Häuser am Steinweg. „Die Stadt hat für diese neun Fachwerkobjekte gut 410.000 Euro Fördergelder ausgeschüttet und damit private Investitionen von mehr 2,5 Millionen Euro angestoßen. Da sind viele kleinere Fachwerksanierungen noch gar nicht mitgerechnet“, fasste Maike Brühl zusammen. Auch in den Stadtteilen wird durch Fördertöpfe der Stadt Montabaur, der Verbandsgemeinde Montabaur und der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises die Sanierung und Restaurierung von Fachwerkgebäuden gefördert.

Bei vielen Fachwerksanierungen ist Thomas Becker mit dabei. Er ist Zimmermann für Restaurierungsarbeiten und hat sich auf das regionaltypische Fachwerk im Westerwald spezialisiert. „Wir holen aus den alten Häusern das heraus, was oft schon seit Jahrhunderten in ihnen steckt“, beschreibt er knapp seine Arbeit. Dabei schlägt er immer die Brücke zwischen dem Erhalt der alten Bausubstanz und modernem Wohnkomfort. Aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen mit dem Montabaurer Fachwerk hat Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland ihn beauftragt, die Stadt in den entsprechenden Gremien der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte zu vertreten. Schließlich kam von Becker auch der Impuls, sich um eine Mitgliedschaft dort zu bewerben. (PM)


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