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Nachricht vom 11.10.2020    

Sudhaus Boys feierten mit Fans am b-05 in Horressen

Die „Sudhaus Boys“ als Boy-Band zu bezeichnen, wäre vielleicht etwas zu verwegen, aber wenn man die Jungs rund 30 Jahre zurückbeamen würde, könnten sie es mit „Take That“ und den „Backstreet Boys“ locker aufnehmen. Auf jeden Fall hatten die „Sudhaus Boys“ zum Abschlusskonzert am herrlich gelegenen Kultur-Café b-05 im Wald bei Horressen eingeladen.

Fotos: wear

Horressen. Es kamen wohl mehr Besucher/innen als erwartet, so hatte Irene Lorisika, zusammen mit ihrem Team, alle Hände voll zu tun, genügend Stühle und Bänke herbeizuschaffen. Wer jedoch keinen Sitzplatz ergattern konnte, der vergnügte sich halt an einem der Stehtische. Zur guten Stimmung trug ganz wesentlich ein traumhaftes Open-Air-Wetter bei, denn nach Tagen der grauen Tristesse, lockerte der Himmel pünktlich zum Beginn des Konzertes auf, sogar die Sonne blinzelte häufig durch die Wolken, und gesellte sich als Zaungast dazu.

Um die Wartezeit bis zum Beginn des Konzertes zu überbrücken, schafften die fleißigen Mädchen vom Service leckeren Kuchen, Kaffee und kühle Getränke an die Stehtische und unter das offene Zelt. Somit waren die allerbesten Voraussetzungen für das Spektakel gegeben. Es herrschte eine extrem freudige Atmosphäre, ein Mix aus Betriebsausflug, Kappensitzung und Kirmesabend sollte sich über zweieinhalb Stunden entwickeln, obwohl streng auf Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften wegen der Pandemie geachtet wurde.

Der kölsche Karneval fand im Wald von Horressen statt
Gut, als die „Sudhaus Boys“ die offenen Bühne betraten, fand nicht das übliche Gekreische der weiblichen Fans wie bei „Take That“ mit Robbie Williams statt, es ist auch niemand ohnmächtig geworden. Bereits der erste Song ließ erahnen, wohin an diesem Nachmittag die Reise geht, nämlich von Horressen nach Köln am Rhein. Zum Aufwärmen gab es „Echte Frünnde stonn zusamme“, und „Steh auf“, bevor Dirk Heuser, musikalischer Leiter der „Sudhaus Boys“ und Mastermind, die Gäste begrüßte, scherzhaft nannte er das Konzert eine Ü70-Party für Ewigjunge. Er konnte seine Freude kaum bändigen, dass so viele Menschen den Weg in den Horresser Wald gefunden hatten, er forderte das Publikum auf, mit zu schunkeln, aber nur am Tisch. „Vergesst alle Sorgen und Probleme, wir wollen gemeinsamen einige schöne Stunden verbringen.“



Hurtig ging es weiter mit den Stars der Kölner Musikszene: Brings, Paveier, Bläck Fööss, Höhner, Kasalla und andere, alle bekannten Hits wurden vorgestellt. „Anna Havanna“, „Rut sin de Ruse“, „Em Veedel“, „Leev Marie“, „Für die Iwigkeit“, aber auch „Verdamp lang her“ von BAP begeisterte die Gäste. Von der Euphorie getragen, spielten und sangen die sieben Chorknaben ohne Pause, wobei auch die Heimat, der Westerwald nicht vergessen wurde. „Das schönste Mädchen vom Westerwald“ und „Ich bin aus’m Westerwald“ kamen bestens an. Alle Hits aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Als die Songs etwas moderner und rockiger wurden, kam noch einmal richtig Schwung in die Bude, es wurde gewippt und geschunkelt, was das Zeug hielt.

Das Udo Jürgens-Medley mit „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“, 17 Jahr, blondes Haar“ und „Ich war noch niemals in New York“, war der Auftakt zu einer kleinen Disco- und Oldie-Fete. „Is this the way to Amarillo“, „Dschingis Khan“, „Tanze Samba mit mir“, „Mendocino“ von Michael Holm und „Tür an Tür mit Alice“, gesungen von „Howie“, waren unter anderem Songs, die beim Finale zum Besten gegeben wurden. Erst nach „erzwungenen“ Zugaben durften die glücklichen Sänger abtreten. Sie hatten ihr Versprechen gehalten und glückliche Menschen zurückgelassen, starker Schlussapplaus belohnte die Sängerfreunde.

Manch steifer Party bei Hochzeiten oder Firmenfesten wäre zu wünschen, dass dort eine solch wunderschöne Stimmung wie am b-05 herrschen würde. Die „Sudhaus Boys“ können nun in den verdienten Winterschlaf gehen, da sie wegen Corona aller weisen Voraussicht nach, in diesem Jahr keinen weiteren Auftritt mehr absolvieren werden.
wear


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