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Nachricht vom 28.02.2021    

Corona-Pandemie weckt den Forschergeist

149 Schüler nahmen am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ teil. Zahlreiche Erfolge für Schulen aus dem Westerwald, insbesondere die Montabaurer Gymnasien.

Clemens Rückert vom Peter-Altmeier-Gymnasium in Montabaur entwickelte einen Evolutionssimulator. Foto: privat

Region/Montabaur. Lässt sich Folie aus Krabbenschalen herstellen? Kann Plastik auch umweltfreundlich aus Milch und Essig produziert werden? Und wie wirksam sind eigentlich die diversen Corona-Maßnahmen? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich Kinder und Jugendliche im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ auseinandergesetzt haben. Das Motto lautete diesmal „Lass Zukunft da“.

Beim Regionalwettbewerb Koblenz, der erstmals rein digital stattfand, präsentierten die Schüler ihre teilweise erstaunlichen Ergebnisse. Wettbewerbspate Christian Schröder von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) zeigte sich sehr beeindruckt: „Auch wenn die Durchführung des Regionalentscheids diesmal besonders schwierig war, hat das dem Forscherdrang der Teilnehmer keinen Abbruch getan. Sie haben online alle eine gute Figur gemacht.“

Insgesamt 149 Schüler aus der Region rund um Koblenz bewiesen mit ihren 83 Projekten echten Forschergeist. Besonders hoch im Kurs standen diesmal Arbeiten rund Umwelt- und Klimaschutz sowie solche, die sich mit der Eindämmung der Corona-Pandemie beschäftigten. Wettbewerbsleiter Martin Zimmermann vom Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur: „Themen, die Aspekte der Nachhaltigkeit aufgreifen, sind schon seit einigen Jahren sehr beliebt bei den Schülern. Sie beweisen mit ihren Arbeiten, dass sie Lösungen entwickeln möchten.“

Die Einschränkungen, die die anhaltende Corona-Pandemie mit sich bringt, hatten den Wettbewerb und seine Teilnehmer vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. So mussten die Schüler ihre Experimente und Forschungen weitgehend zu Hause allein durchführen. Und auch der eigentliche Wettbewerbstag lief anders als gewohnt. Statt sich in einem Schulgebäude zu treffen, befanden sich Teilnehmer und Jurymitglieder jeweils zuhause und trafen sich lediglich in Videokonferenzen. „Das hat zum Glück alles weitgehend reibungslos funktioniert. Insgesamt hatten sich 46 Juroren auf das Abenteuer eingelassen“, resümiert Wettbewerbsleiter Martin Zimmermann, der die Siegerehrung am Nachmittag live via Video durchführte. Den Applaus der anderen mussten sich die Sieger dabei dazu denken.

Erfolg für Schulen aus dem Westerwald
Auf den ersten Platz in der Kategorie Biologie schafften es Svea Truong und Lina Kalb vom Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur. Die beiden beschäftigten sich mit der Frage, ob Desinfektionsmittel wirklich harmlos sind. Ihre eindeutige Antwort: „Desinfektionsmittel sind schädlich.“ Sie entdeckten beispielsweise giftige Stoffe, die die Haut schädigen. Und sie entwickelten eine Alternative in Kombination mit einem Pflegeprodukt. Sie qualifizierten sich damit für den Landeswettbewerb.



Im Bereich Technik landeten Berno Lause, Jannik Manns und Felix Flügel vom Mons-Tabor-Gymnasium auf Platz 3. Sie überzeugten die Jury mit der Entwicklung eines ergonomisch verbesserten Monitorständers. Das Besondere: Das Gerät erkennt mithilfe einer Kamera den Nutzer und stellt den Monitor korrekt ein. In der Kategorie Chemie gab es einen dritten Platz für Jonathan Schmidt, Ole Emmerich und Ole Volk, ebenfalls vom Montabaurer Gymnasium. Sie entwickelten einen Plastikersatz aus Pflanzen, insbesondere aus dem Stoff Lignin.

Bei „Schüler experimentieren“ war Clemens Rückert vom Peter-Altmeier-Gymnasium Montabaur (Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz)erfolgreich. Mit seinem „Evolutionssimulator“ kam er auf den ersten Platz. „In meinem Projekt untersuche ich, bei welchen Eigenschaften Tiere in bestimmten Szenarien am besten überleben, also ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen Futter/Feinden und den Tieren entsteht“, erläuterte Clemens. Für ihn geht es nun beim Landeswettbewerb weiter. Gleichfalls erfolgreich waren Matthias Dennebaum und Julian Hoidn vom Mons-Tabor-Gymnasium. Sie forschten an einem biologischen Abgaskatalysator auf Basis von Grünalgen.

Teilnahme am Landeswettbewerb
Für alle, die bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in den unterschiedlichen Fachgebieten einen ersten Platz erreichen konnten, geht es nun auf Landesebene weiter. Am 23. März startet der Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ bei der BASF in Ludwigshafen, während die Jüngeren am 22./23. April bei Böhringer in Ingelheim zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ reisen oder online präsentieren. Wettbewerbspate Christian Schröder drückt allen Siegern die Daumen für den Landeswettbewerb. „Aus unserer Region haben es ja schon viele bis zum Bundeswettbewerb geschafft“, so Schröder. Die evm richtet seit mehr nunmehr 20 Jahren als Patenunternehmen von „Jugend forscht“ den Regionalwettbewerb aus. (PM)


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